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Auto Wichert: Euro-6-Diesel bekommen blaue Plakette

| Autor: Jakob Schreiner

Die aktuellen Plakettenfarben erlauben keinen Rückschluss darauf, ob ein Diesel unter ein Fahrverbot fällt oder nicht. Der Hamburger Händler will „saubere“ Diesel künftig mit einer eignen Plakette versehen. Mehr als eine symbolische Wirkung dürfte die Kennzeichnung aber nicht haben.

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Auf den ersten Blick wirkt die blaue Wichert-Plakette wie eine offizielle Kennzeichnung.
Auf den ersten Blick wirkt die blaue Wichert-Plakette wie eine offizielle Kennzeichnung.
(Bild: Auto Wichert)

Während in Berlin noch darüber diskutiert wird, macht der Hamburger Autohändler Auto Wichert Nägel mit Köpfen: Der VW-Konzernmarkenhändler verpasst Dieselfahrzeugen, welche die Euro-6-Norm erfüllen, eine blaue Plakette.

Die Plakette soll es an allen Standorten in Hamburg und Norderstedt geben und nach der Prüfung der Abgasnorm kostenlos an Kunden ausgegeben werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Auto-Wichert-Geschäftsführer Bernd Glathe hält die Einführung einer blauen Plakette für nötig. „Wenn keiner anfängt, wird die blaue Plakette wohl nicht so schnell kommen“, erklärt er die Aktion.

(Bild: Auto Wichert)

Glathe hofft darauf, dass die Plakette den Kunden bei möglichen Kontrollen helfe, in dem sie der Polizei auf den ersten Blick signalisiere, dass es sich um ein vom Fahrverbot ausgeschlossenes Fahrzeug handle. Ob die Polizei dadurch von einer Kontrolle absehen wird, ist allerdings fraglich.

Das weiß auch der Unternehmer, der der selbst gestalteten Plakette lediglich eine Symbolkraft zuspricht mit der Autofahrer „ein Zeichen setzen“ könnten. Denn wenn eine entsprechende Kennzeichnung darüber hinaus reichen soll, bedarf es einer bundesweiten Regelung, welche die entsprechenden Diesel-Fahrzeuge kennzeichnet.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik