Autoland „Auto.de ist nicht der Herausforderer – wir sind Teil der Lösung“

Von Dr. Martin Achter 10 min Lesedauer

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Deutschlands größter freier Händler will anderen Händlern mit Auto.de eine Alternative in der Online-Vermarktung bieten. Autoland-Vize Christian Lindner und Auto.de-Chef Yasin Turhal erläutern, warum sie auf der Plattform eines Wettbewerbers inserieren sollten.

(Bild:  Achter – VCG)
(Bild: Achter – VCG)

Redaktion: Herr Lindner, Herr Turhal, Auto.de als Plattformmarke besteht schon lange. Warum hat Autoland sie übernommen?

Christian Lindner: Die Übernahme der starken Domain Auto.de war eine strategische Entscheidung von Wilfried Wilhelm Anclam. Mit seinem Gespür für Veränderungen im Markt hat er dem Autoland-Konzern Optionen gesichert. Der komplett digitale Autokauf mag heute noch eine Nische sein. Standard ist bei uns wie anderen, dass aus der Online-Recherche ein ortsgebundenes Geschäft in der Niederlassung wird. Aber ein sinnvoller Markteinstieg ist immer auch eine Frage des richtigen Timings – man muss nicht zwingend der Erste sein. In Deutschland wird die digitale Customer-Journey beim Autokauf ohne physischen Kontakt zu einer Niederlassung wahrscheinlich noch länger eine Nische bleiben. Aber sie wird wachsen. Bei Auto-Abo-Konzepten sehen wir ja schon heute, gerade in jüngeren Zielgruppen, eine hohe Akzeptanz bei den Abschlüssen. Und in den USA gibt es bereits Vorreiter beim Online-Autokauf.