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Autoglas-Monat Mai: Kampfansage an die Ketten

| Autor: Doris Pfaff

Wenn Risse auf der Frontscheibe des Autos auftauchen, ist die Sicht des Fahrers nicht mehr klar – vor allem wenn es darum geht, welche Werkstatt er zur Reparatur am besten aufsucht. Das soll sich mit einer bundesweiten ZDK-Werbekampagne ändern.

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Defektes Autoglas zu wechseln, kann sich für die Kfz-Meisterbetriebe durchaus lohnen.
Defektes Autoglas zu wechseln, kann sich für die Kfz-Meisterbetriebe durchaus lohnen.
(Bild: Promotor/Volz)

Defekte Autoscheiben nach einem Steinschlag zu reparieren oder auszutauschen, ist für Kfz-Betriebe durchaus lohnenswert und bietet im Service zusätzliche Einnahmen. Doch weil den rund 37.000 Kfz-Innungsbetrieben das Glasgeschäft durch die starke Konkurrenz von Autoglasketten entglitten ist, bedarf es einiger Anstrengungen, es zurückzuholen. Denn noch viel zu selten fahren Kunden mit ihren defekten Fronten in ihre Werkstatt; stattdessen suchen sie den Weg zu den reinen Glasreparaturbetrieben.

„Deshalb unterstützen wir die Innungsbetriebe seit einigen Jahren mit der bundesweiten Aktion ‘Autoglas-Monat Mai‘. Ziel der Kampagne ist es, mehr Aufmerksamkeit für das Thema Autoglas in der Öffentlichkeit und im Betrieb zu schaffen“, sagt Stefan Meyer, Referent in der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des ZDK. Die Gelegenheit dazu ist in diesem Monat gut, denn viele Betriebe sind noch mit dem Reifenwechsel beschäftigt. Bei der Annahme des Fahrzeugs zum Wechsel sollte auch immer ein Blick auf die Scheibe geworfen und der Kunde auf mögliche Defekte hingewiesen werden – und natürlich auch auf das Reparaturangebot.

Die Werbekampagne ist auch deshalb weiterhin nötig, weil Autofahrer bei Glasschäden immer noch aus Unsicherheit den Weg in ihre Werkstatt scheuen. Viele glauben, nur auf Glas spezialisierte Werkstätten könnten fachgerecht reparieren und ihre Kosten mit der Versicherung abrechnen. „Das stimmt aber so nicht. Es gibt klare Regeln, ob ein Steinschlag repariert werden darf oder die Windschutzscheibe komplett erneuert werden muss“, erläutert Meyer.

Experten für Sensoren & Co.

Und das könnten die Kfz-Innungsbetriebe leisten. Sie kennen sich auch mit den sensiblen elektronischen Teilen aus, die heute an vielen Scheiben verbaut sind, beispielsweise Kameras und Sensoren. „Nach einem Scheibentausch stellen Kfz-Betriebe die Sensoren in jedem Fall wieder exakt ein, um Fehlfunktionen zu vermeiden“, sagt Meyer.

Auch die Kosten für die Reparatur übernähmen die meisten Versicherungen bei Teilkasko-Verträgen. Den genauen Umfang klären die Betriebe vorher ab, um hinterher unangenehme Überraschungen bei der Höhe einer eventuellen Selbstbeteiligung zu vermeiden. „Hierbei ist das Autoglas-Plus-Programm zur Kostenkalkulation und Abrechnung mit den Versicherungen eine große Hilfe“, sagt Michael Ihle, Pressesprecher des Kfz-Landesverbands Schleswig-Holstein. Er macht schon lange positive Erfahrungen mit dem Glasgeschäft.

Ihle empfiehlt auch anderen Innungsbetrieben die Teilnahme an der vom Landesverband entwickelten Plattform „autoglas-partner.de“. „Die uns in diesem Geschäft auf dem Glasreparaturmarkt präsenter und weist dem Kunden den Weg zu uns in den Innungsbetrieb“, sagt er. Die Plattform stehe den Mitgliedern inzwischen bundesweit offen. Wie es funktioniert und wie Betriebe teilnehmen können, informiert schadenplus.de

Werbemittel vom ZDK

Zur Unterstützung der Autoglas-Kampagne, an der sich zunehmend mehr Innungsbetriebe beteiligen, bietet der ZDK einige Hilfen an, darunter Kundenanschreiben, verschiedene Werbemittel, Handzettel mit Aktionsvorschlägen, ein Erklärvideo und individualisierbare Anzeigenvorlagen, die kostenfrei im Werbemittelshop zum Download bereitstehen. Parallel unterstützt der Kfz-Verband die Autoglas-Aktion mit Beiträgen in Zeitungen, Internet und Social Media sowie mit einem Hörfunk-Interview.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik