Autohaus Ostermaier übernimmt Holzer

Redakteur: Udo Schwickal

Die Expansion der Autofamilie Ostermaier geht weiter: Zum 1. April übernimmt der niederbayerische Traditionshändler das Autohaus Holzer in Waldkraiburg und Mühldorf.

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Aus dem bisherigen Autohaus Holzer wird Ostermaier-Holzer.
Aus dem bisherigen Autohaus Holzer wird Ostermaier-Holzer.
(Foto: Ostermaier)

Die Konzentration im Autohandel schreitet in Niederbayern voran. Nach der Übernahme des Straubinger Autohauses Lichtinger (VW Pkw und Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda Service) Anfang des Jahres hat der VW-Konzernhändler Ostermaier nun seine nächste Übernahme bekannt gegeben: Ab dem 1. April zählt das Autohaus Holzer (VW, VW Nutzfahrzeuge und Audi) mit seinen Filialen in Waldkraiburg und Mühldorf zur Autofamilie Ostermaier.

Durch die Übernahme des Autohauses Holzer mit 40-jähriger Tradition und rund 40 Millionen Jahresumsatz, 110 Mitarbeitern und einem Absatz von rund 1.500 Fahrzeugen verfügt Ostermaier nun über sieben Standorte und 500 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 180 Millionen Euro erwirtschaften. Das Unternehmen plant, rund 9.000 Neu- und Gebrauchtwagen in diesem Jahr zu verkaufen.

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„Wir führen dein Lebenswerk weiter“, verspricht Veronika Ostermaier, Mitgesellschafterin des neuen Gemeinschaftsunternehmens Ostermaier-Holzer, dem früheren Eigentümer Erich Holzer. Beide Familien sind seit Jahren freundschaftlich verbunden, sodass die Übernahme in kollegialem Einverständnis erfolgte. Holzer wird vorübergehend noch Eigentümer des Grundstücks bleiben, bis das Autohaus Ostermaier seine Kaufoption einlöst.

Die größte Herausforderung für das künftige Unternehmen sieht Gesellschafter Michael Ostermaier in der Vereinheitlichung der EDV-Systeme. Sämtliche Kunden- und Bestandsdaten müssen in das System des Stammhauses Ostermaier eingepflegt werden. Zusätzlich soll die Verkaufsmannschaft verstärkt werden, um neue Umsätze im gewerblichen Bereich zu generieren. Mit dem Zusammenschluss der Familien geht auch der Einzug der Gebrauchtwagenmarke AUT.OS einher. Damit soll das Fahrzeugangebot vor Ort verdoppelt und der Zugriff auf einen Pool von rund 800 Fahrzeugen ermöglicht werden.

Das leerstehende Nachbargrundstück, ein ehemaliger BMW-Betrieb, wäre aus Sicht von Michael Ostermeier ein idealer Standort für einen neuen Gebrauchtwagenplatz. Sollte sich der Kauf realisieren lassen, würde Ostermaier dort zusätzlich ein eigenes Lack- und Karosseriezentrum integrieren. Bislang hat das Autohaus Holzer derartige Arbeiten fremdvergeben.

Damit die Integration des neuen Unternehmens auch auf menschlicher Basis funktioniert, will Betriebsleiter Thomas Attenberger zunächst das Vertrauen der Mitarbeiter gewinnen. Damit sich diese mit der Firmenphilosophie und den Arbeitsprozessen von Ostermaier schneller vertraut machen können, soll es zu einem Austausch von Mitarbeitern zwischen den verschiedenen Standorten kommen.

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