Autohaus WD Müller beantragt Insolvenz

Chancen für Sanierung stehen gut

| Autor: Jakob Schreiner

(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der VW/Audi-Servicepartner Autohaus WD Müller aus Harpstedt (Lkr. Oldenburg/Niedersachsen) hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hintergrund der finanziellen Schieflage sei der anhaltende hohe Wettbewerbsdruck, dessen negative Auswirkungen der Betrieb nicht länger habe ausgleichen können, teilte die zuständige Kanzlei Willmer-Köster am Dienstag mit. „Wir prüfen gerade, wie es weitergeht. Für genaue Angaben ist das Verfahren aber noch zu frisch“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Malte Köster auf Nachfrage von »kfz-betrieb«.

Es gebe aber eine Tendenz, dass das Unternehmen auch in Zukunft noch bestehen könnte. „Die Chancen für eine interne Sanierung besteht“, sagte Köster. Aber auch die Gründung eines neuen Unternehmens sei denkbar. Der Geschäftsbetrieb läuft zunächst in jedem Fall weiter, die Löhne und Gehälter der 23 Mitarbeiter sind bis Ende des Jahres über das abgesichert.

Das Autohaus WD Müller bietet auf den 14 Hebebühnen Service für die Marken Audi, VW und VW-Nutzfahrzeuge an. Den Gebrauchtwagenhandel sowie die Neuwagenvermittlung am eigenen Standort hatte der geschäftsführende Gesellschafter Hauke Brahms schon vor einigen Monaten an externe Kooperationspartner verpachtet.

Die Geschichte des Autohauses beginnt im Jahr 1991, als der ehemalige Eigentümer Wolfdietrich Müller das Autohaus Wulferding in Harpstedt übernahm. Sieben Jahre später erfolgte aufgrund der räumlichen Situation und dem angestrebten Wachstum der Umzug auf das heutige Betriebsgelände in das Harpstedter Gewerbegebiet. Damals gründete Müller die WD Müller GmbH und investierte in die bauliche Erweiterung auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück. Im Jahr 2012 übernahm Hauke Brahms als alleiniger Gesellschafter das Autohaus.

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