Destination Porsche AVP Autoland investiert zehn Millionen Euro

Autor: Martin Achter

Am Standort Plattling entsteht das neue Porsche-Zentrum Niederbayern. Die AVP-Gruppe lässt sich den Standort mehr als zehn Millionen Euro kosten. Daneben hat das Unternehmen aber noch verschiedene grundlegende Weichenstellungen getroffen.

Firmen zum Thema

10,5 Millionen Euro für Destination Porsche: AVP Autoland baut das neue Porsche-Zentrum Niederbayern gemäß dem jüngsten Architekturstandard der Marke.
10,5 Millionen Euro für Destination Porsche: AVP Autoland baut das neue Porsche-Zentrum Niederbayern gemäß dem jüngsten Architekturstandard der Marke.
(Bild: Grafik: Thomas Gollner)

AVP Autoland baut für rund 10,5 Millionen Euro das Porsche-Zentrum Niederbayern neu. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, entsteht damit der weltweit dritte Standort der Marke nach dem neuen Architekturstandard „Destination Porsche“. Hintergrund der Entscheidung für einen Neu- statt einem Umbau ist nach Angaben von AVP das stetig wachsende Geschäft mit der Marke an dem Standort; es hätte am bisherigen Platz nur schwer weiter ausgebaut werden können.

Ziel sei es, an dem neuen Standort bis 2025 rund 350 Porsche-Neuwagen pro Jahr zu verkaufen. Mit 150 solcher Fahrzeug rechnet AVP in diesem Jahr bei eingeschränkter Verfügbarkeit von Neuwagen aufgrund der Halbleiterkrise.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Mit dem neuen Porsche-Zentrum Plattling wächst die Flächenpräsenz von AVP Autoland an dem Standort über alle Marken hinweg auf 80.000 Quadratmeter. Auf das Porsche-Zentrum selbst entfallen 9.000 Quadratmeter. In der vergangenen Woche fiel der Startschuss für den Bau. Die Arbeiten sollen bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Der Showroom hat 1.700 Quadratmeter Fläche, die neue gläserne Werkstatt knapp 1.900 Quadratmeter; sie verfügt über zehn Hebebühnen.

Gebrauchtwagen auf dem Dach

Auf dem Dach der Werkstatt ist eine Fläche für die Gebrauchtwagenpräsentation geplant. 60 Autos finden dort Platz. Außerdem verfügt der Standort über 150 weiter Parkplätze.

Das bisherige Porsche-Zentrum Niederbayern baut AVP zum VW-Nutzfahrzeugzentrum um. Die Sportwagen-Werkstatt wird zu einer Fachwerkstatt für E-Autos, in der auch Batterien getauscht und repariert werden können.

Porsche an vier Standorten

AVP Autoland betreibt insgesamt vier Porsche-Zentren ist Ostbayern. Neben Plattling sind diese an den Standorten Landshut, Altötting und Inntal.

Die AVP-Gruppe gab auch wichtige andere Weichenstellungen bekannt: Firmengründer Franz Xaver Hirtreiter sen. hat seine Firmenanteile an seine Kinder übergeben. Franz Xaver Hirtreiter jun. hält fortan 51 Prozent am Unternehmen, Alexandra und Leonie Hirtreiter gemeinsam zu gleichen Teilen die übrigen 49 Prozent.

Franz Xaver Hirtreiter sen. gilt als eine der prägenden Figuren des deutschen Automobilhandels. »kfz-betrieb« zeichnete den Unternehmer 2016 mit dem „Executive Circle Award“ für sein Lebenswerk aus.

Neben der Nachfolgeregelung in der Gründerfamilie stellt sich die AVP-Gruppe auch mit einer neuen Führung ihrer Porsche-Zentren neu auf. Vorsitzender der Geschäftsführung aller vier Porsche-Standorte der Gruppe ist künftig Andreas Ernst.

Ernst war in der Vergangenheit bereits über viele Jahre hinweg als Geschäftsführer einzelner Porsche-Zentren der AVP-Gruppe aktiv. Er verantwortet das Geschäft der Porsche-Zentren künftig gemeinsam mit den Geschäftsführern der Standorte.

Die AVP-Gruppe ist einer der großen Händler der VW-Konzernmarken in Deutschland. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und beschäftigt heute rund 800 Mitarbeiter an 16 Standorten in Ostbayern. Bei einem Absatz von knapp 11.000 Fahrzeugen erwirtschaftete der Händler 2020 einen Umsatz von einer halben Milliarden Euro.

(ID:47525641)

Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Ressortleiter Management & Handel / »kfz-betrieb«