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Bei Jeep und Fiat droht ein Ausfall des Insassenrückhaltesystems

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Hinter der Sicherheit von Pkw-Insassen steckt inzwischen viel Elektronik, die zum richtigen Zeitpunkt den Airbag auslöst oder den Gurt strafft. Funktioniert die Steuerung nicht richtig, geht die Schutzwirkung verloren. Dieses Szenario droht Tausenden Passagieren des Fiat 500X und Jeep Renegade.

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Cockpit des Fiat 500 X: Bei einem Crash könnte der Airbag falsch auslösen. Grund ist ein Software-Problem.
Cockpit des Fiat 500 X: Bei einem Crash könnte der Airbag falsch auslösen. Grund ist ein Software-Problem.
(Bild: FCA)

Zu einem etwas über zehn Minuten dauernden Softwareupdate holt die FCA Germany AG hierzulande 4.523 Exemplare des Fiat 500X und 3.293 Jeep Renegade in die Vertragswerkstätten. „Ein falsch aktualisiertes ORC-Modul (Insassenrückhaltesystem) kann den Einsatz bestimmter passiver Sicherheitsmerkmale nicht ordnungsgemäß steuern, wenn dies notwendig ist", teilte der Importeur auf Anfrage schriftlich mit. Das mögliche Systemversagen erhöhe das potenzielle Risiko und die Schwere von Verletzungen der Insassen bei einem Unfall.

Konkret bedeutet dies, dass Airbags und Gurtstraffer im Fall der Fälle nur eingeschränkt funktionieren könnten. Die Rückrufe mit den Aktionscodes „6235“ (Fiat für den Bauzeitraum 24. Oktober 2017 bis 18. April 2019) bzw. „V42“ (Jeep für den Produktionszeitraum 13. März 2018 bis 06. April 2019) sollen Abhilfe schaffen. Sie sind weltweit für insgesamt knapp 160.000 Fahrzeuge der beiden Baureihen vorgesehen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist