BMW muss 600.000 SUVs zurückrufen

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Christoph Seyerlein

Die Isofix-Befestigungen für Kindersitze können bei den Modellen X3 und X4 von BMW brechen. Allein in Deutschland dürfte eine sechsstellige Stückzahl vom Rückruf betroffen sein.

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(Bild: BMW)

Größerer Rückruf bei BMW: Bei den Modellen X3 (F25) und X4 (F26) gibt es Probleme mit der Isofix-Befestigung für Kindersitze. Betroffen sind offenbar alle seit Produktionsbeginn (F25: September 2010 bzw. F26: April 2014) gebauten Modelle. Nachdem »kfz-betrieb« bereits am Montag über eine mögliche Stückzahl von 175.000 allein in Deutschland betroffene Modelle berichtet hatte, hat BMW in der Zwischenzeit genauere Werte veröffentlicht: Weltweit sind von dem Rückruf, rund 600.000 Autos betroffen, in Deutschland sollen es 119.000 sein.

„Im Fahrbetrieb können Schwingbelastungen auf die Haltebügel einwirken. Bei einer erhöhten Schwingbelastung ist nicht auszuschließen, dass in wenigen Einzelfällen ein oder mehrere Befestigungsbügel im Laufe der Betriebszeit brechen können“, begründete der Sprecher gegenüber »kfz-betrieb« die Maßnahme. In solch einem Fall sei die Rückhaltewirkung bei einem Unfall nicht mehr gegeben. „BMW sind keine Fälle bekannt, bei denen eine Person verletzt wurde“, betonte er.

Im Rahmen der Aktion wird an die vier Befestigungsbügel an den Rücksitzen jeweils ein Metallwinkel zur Verstärkung angeschweißt. Dafür ist laut dem BMW-Sprecher etwa eine Stunde vorgesehen. Der Code der Aktion lautet nach unseren Informationen „0041760100“.

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Freier Journalist