Stellantis-Rückrufe Brandgefahr und Teileverlust

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

Pkw und Kastenwagen von Peugeot, Citroën, DS, Opel und Fiat benötigen entweder einen neuen Wasserpumpensatz oder eine Überprüfung der Fixierung des Stickoxid-Sensors. In Deutschland sind in Summe 7.800 Fahrzeuge betroffen.

Auch einige neuere Diesel-Corsas müssen zur Mängelbeseitigung in die Vertragswerkstätten.(Bild:  Opel Automobile GmbH)
Auch einige neuere Diesel-Corsas müssen zur Mängelbeseitigung in die Vertragswerkstätten.
(Bild: Opel Automobile GmbH)

„Bei einigen Fahrzeugen der Marken Peugeot, Citroën, DS, Opel und Fiat beziehungsweise Fiat Professional der Modelljahre 2025 und 2026, die mit dem 1.5 BlueHDi-Dieselmotor ausgestattet sind, kann es zu einem teilweisen Durchrutschen der Wasserpumpenriemenscheibe kommen.“ So begründete eine Sprecherin des Stellantis-Konzerns auf Anfrage einen Rückruf für diverse Modellreihen.

Beim Opel Astra, Corsa, Combo und Vivaro, Peugeot 208, 308, Rifter, Partner und Expert, DS4 und DS7 Crossback, Citroën Berlingo und Jumpy, sowie Fiat Doblo und Scudo könne das Problem zu einer Fehlausrichtung des Zahnriemens und damit zu einem Verlust der Motorleistung führen, wodurch der Motor stehen bleibe, so die Sprecherin. „Im schlimmsten Fall kann sich das Zahnrad der Riemenscheibe von der Welle lösen, was dazu führen kann, dass kleine Bauteile auf die Fahrbahn fallen“. Es seien bisher aber „keine damit zusammenhängenden Unfälle“ bekannt, betonte sie.

Die Vertragsbetriebe tauschen hierzulande in Summe bei 6.613 Fahrzeugen den Wasserpumpensatz, wofür Stellantis etwa 2,5 Stunden veranschlagt. Die Aktionscodes „GX8“ (Citroën/DS), „M4F“ (Peugeot), „KWF“ (Opel) und „F60N“/„F60O“ (Fiat) gelten für den Produktionszeitraum Oktober 2025 bis Februar 2026. Eine Angabe zur weltweit betroffenen Stückzahl liegt bislang noch nicht vor. Dies gilt auch für einen weiteren markenübergreifenden Diesel-Rückruf des Konzerns.

Zweiter Diesel-Rückruf für rund 1.200 Kastenwagen

Zwischen Oktober und Dezember des vergangenen Jahres wurde bei der Montage von einigen Peugeot Rifter und Partner, Citroën Berlingo, Opel Combo und Fiat Doblo mit DV5-Selbstzünder der NOx-Sensor nicht ordnungsgemäß angezogen. Sollten dadurch Abgase in den Motorraum gelangen, könnte dies eine Überhitzung benachbarter Bauteile zur Folge haben. „Im schlimmsten Fall könnte dies zu einem Brand und erhöhten NOx-Emissionen führen“, so die Sprecherin. Auch hier unterstrich sie, dass bislang keine Unfälle bekannt seien.

„Weniger als 30 Minuten“ sind der Sprecherin zufolge für die Abhilfemaßnahme vorgesehen. Sie umfasst das Nachziehen des NOx-Sensors mit dem korrekten Drehmoment. In Deutschland steht dies in Summe für 1.163 Hochdachkombis an. Erkennbar ist der durchgeführte Rückruf an den folgenden Kürzeln in den Serviceunterlagen: „M4Q“ (Peugeot), „GY9“ (Citroën), „KWN“ (Opel) und „F610“/„F611“ (Fiat).

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