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Bremsenprobleme: Opel ruft Combo und Vivaro zurück

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Fast 6.000 Transporter müssen hierzulande wegen zweier Probleme mit der manuellen Handbremse in die Werkstatt – die Bremswirkung kann ausbleiben. Die Probleme lassen sich aber schnell beheben.

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Ein Fall für die Werkstatt: Eine Charge des Opel Vivaro hat Probleme mit der Handbremse.
Ein Fall für die Werkstatt: Eine Charge des Opel Vivaro hat Probleme mit der Handbremse.
(Bild: Opel)

Opel hat zwei Rückrufe wegen potenzieller Probleme mit der manuellen Handbremse gestartet. Die erste Aktion ist bereits vom Fiat Talento und Renault Trafic bekannt. Bei 3.949 in Deutschland gemeldeten Vivaro B der Modelljahre 2018 und 2019 könne trotz angezogener Handbremse keine Bremswirkung vorhanden sein. Dies erklärte ein Sprecher der Marke auf Anfrage.

Der Defekt sei für den Fahrer durch eine verringerte Betätigungskraft am Ende des Hebelwegs beim Anziehen der Handbremse feststellbar. Ein Tausch der sekundären Handbremsseile und der Einstellschraube soll Abhilfe schaffen. Der Rückruf mit dem internen Code „19-C-035“ sieht einen knapp einstündigen Werkstattaufenthalt vor. Weltweit sind 20.244 Opel-Transporter von dem Problem betroffen.

Einen kleineren Umfang hat die zweite Aktion (Code „19-C-033“) für den Opel Combo E aus dem Produktionszeitraum Ende 2017 bis Anfang 2019. Etwa 7.700 Einheiten, davon 1.834 in Deutschland, werden begutachtet. Dabei prüfen die Mitarbeiter den Mechanismus der Feststellbremse und ersetzen den Handbremshebel bei Bedarf.

Aufgrund eines Montagefehlers in der Produktion eines Lieferanten sei eine falsche Ausrichtung der Ratsche zur Sperrklinke nicht auszuschließen, erläuterte der Markensprecher das Problem. Mögliche Folge sei, dass der Handbremshebel beim Betätigen nicht einrastet und somit nicht in Position bleibt. Denkbar sei zudem, dass sich der Hebel kurz nach der Betätigung selbstständig löst.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist