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Chevy: Mit dem Orlando auch in die Flotten

Redakteur: Jens Rehberg

Chevrolet war zuletzt mit Matiz und Spark sehr A-Segment-lastig. Jetzt kommen Modelle, mit denen die Händler wieder mehr verdienen können. Der Orlando macht den Anfang.

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Der Orlando wird auf derselben Plattform aufgebaut wie der Chevy Cruze und der Opel Astra.
Der Orlando wird auf derselben Plattform aufgebaut wie der Chevy Cruze und der Opel Astra.
( Archiv: Vogel Business Media )

Chevrolet Deutschland will in diesem Jahr noch 5.000 Einheiten des neuen Vans „Orlando“ verkaufen. Dieses Ziel nannte Vertriebs-Chef Oliver Christoph am Montag anlässlich der Presse-Vorstellung des neuen Modells in Frankfurt im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Das Auto steht ab 19. März bei den deutschen Vertragspartnern. Preislich liegt der optisch zwischen Van und SUV angelegte Wagen sowohl mit dem Benziner (1,8 Liter / 141 PS / ab 18.990 Euro) als auch mit dem kleineren der beiden Diesel (2 Liter / 131 PS / ab 22.390 Euro) mehr als 1.000 Euro unter den Einstiegspreisen von Wettbewerbern wie dem Mazda 5, dem Renault Scenic oder dem Peugeot 5008.

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Natürlich hat der Importeur bei dem Hochdachkombi vor allem die Familienväter im Visier, mit einem speziellen Verkaufsprogramm will Chevrolet aber auch bei Gewerbekunden punkten – „Vielfahrer, die am Wochenende ein großes Familienauto brauchen“, sagt Christoph. Das Konzept, mit dem der Importeur erstmals systematisch den Flottenmarkt bearbeiten will, baut außerdem auf „Flotten-Kompetenzzentren“: Im Laufe des Jahres sollen hierfür 20 bis 30 geeignete Partner ausgewählt werden, mit denen Oliver Christoph dann sehr gezielt acquirieren möchte. Zu Beginn reicht es dem Vertriebs-Chef zunächst aus, wenn jeder zehnte Orlando über das Gewerbe-Programm vermarktet wird.

Zur Einführung wird der Werbefokus laut Christoph auf dem Thema Finanzierung liegen. „Ich möchte nicht nur über den nackten Barpreis gehen“, sagt der Manager. Dafür sei das Auto zu interessant. Schwerpunkte der zentralen Kampagne werden Print und Radio sein. Nicht zuletzt soll das 100-jährige Jubiläum der Marke in diesem Jahr dazu genutzt werden, die Bekanntheit von Chevrolet in Deutschland zu steigern. Insgesamt gibt es für 2011 nach Auskunft von Marketing-Direktor Karl-Heinz Wrede mehr Budget für zentrale Werbung.

Entertainment für umsonst

Im Vorfeld des Markstarts kommuniziert der Importeur ein Frühbucherangebot mit einer Zugabe im Wert von 2.000 Euro (Navi/Entertainment-System). „Einige Abschlüsse wurden bei den Partnern schon gemacht“, so Oliver Christoph.

Chevrolet rechnet damit, das 65 bis 70 Prozent des Orlando-Volumens auf die beiden Zwei-Liter-Diesel-Motoren entfällt. Eine Umrüstung auf Autogas soll ab August möglich sein. Neu ist hierbei, dass die Fahrzeuge bereits ab Werk entsprechend vorgerüstet kommen und dann vom Importeur in Bremen nur noch letzte Komponenten eingebaut werden.

Kleinwagenanteil soll verringert werden

2010 hatte Chevrolet in Deutschland mit dem Spark die Zehn-Prozent-Anteils-Marke im Kleinwagen-Segment geknackt. Zusammen mit dem Matiz entfielen damit mehr als 60 Prozent des Neuzulassungsvolumens der Marke auf das A-Segment. Dieser Anteil soll im Rahmen der jetzt gestarteten Produkt-Offensive (Orlando, Captiva-Facelift, Aveo, Cruze-Fließheck, Volt, Corvette und Camaro-Coupé bzw. -Cabrio) auf ein Drittel des Gesamtvolumens gedrückt werden. „Die Händler sollen an den Neuwagen wieder mehr verdienen“, verspricht Oliver Christoph.

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