MG EHS Chinesischer Plug-in-Hybrid für rund 34.000 Euro

Autor: Andreas Wehner

Kurz vor dem Marktstart in Deutschland hat MG sein zweites Modell für Kontinentaleuropa vorgestellt. Der EHS ist zusammen mit dem rein elektrischen ZS EV ab dem ersten Quartal 2021 erhältlich. Doch dabei bleibt es nicht: Europa-Chef Matt Lei kündigte noch für kommendes Jahr weitere Modelle an.

Firmen zum Thema

Der MG EHS kommt mit sieben Jahren Garantie.
Der MG EHS kommt mit sieben Jahren Garantie.
(Bild: MG)

MG bringt mit dem Plug-in-Hybrid EHS sein zweites Modell nach Europa. Es tritt im C-SUV-Segment an und kommt zusammen mit dem kleineren ZS EV, der über einen reinen Elektroantrieb verfügt, im ersten Quartal 2021 auch in Deutschland auf den Markt.

Das Auto kombiniert einen 119 kW/162 PS starken 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem 90 kW/122 PS-Elektromotor. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 190 kW/258 PS. Das Spitzendrehmoment beträgt 370 Nm. In 6,9 Sekunden sprintet das Auto aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 190 km/h.

MG EHS: Sportlicher Plug-in-Hybrid mit 258 PS
Bildergalerie mit 11 Bildern

Wer rein elektrisch fahren will, kommt auf eine Reichweite von 52 Kilometern bei einer Geschwindigkeit von maximal 130 km/h. Die verbaute Lithium-Ionen Batterie hat eine Kapazität von 16,6 kWh und kann mithilfe des 3,7-kW-Onboard-Ladegerät in 4,5 Stunden mit Wechselstrom vollständig aufgeladen werden.

Der Fronttriebler ist mit einem Zehngang-Automatikgetriebe gekoppelt, das die MG-Mutter SAIC selbst entwickelt hat. Der Pressemitteilung zufolge setzt es sich zusammen aus einer Sechsgang-Automatik am Benziner und einer elektronischen Antriebseinheit mit vier Gängen am Elektromotor.

Der MG EHS ist 4,57 Meter lang und damit größer als viele Konkurrenten. So verspricht der Hersteller ein gutes Raumgefühl auf allen Plätzen. Das Kofferraumvolumen beträgt 448 und kann auf bis zu 1.375 Liter erweitert werden.

Digitales Kombiinstrument

Innen gibt es ein 12,3 Zoll großes digitales Kombiinstrument. Dazu kommt ein 10,1-Zoll-Infotainment-Touchscreen, über den die Navigation und das DAB-Radio gesteuert werden, das auch Smartphone-Integration per Apple Carplay oder Android Auto bietet.

Ein Panorama-Glasdach ist ebenso im Angebot wie ein Ambientelicht mit 64 Farben. An Assistenten gibt es unter anderem einen Abstandstempomaten, einen Spurverlassenswarner, einen Totwinkelwarner, ein Antikollisionssystem, Spurverlassenswarner und eine 360-Grad-Kamera.

Sieben Jahre Garantie

Die genauen Preise für die einzelnen Märkte stehen noch nicht fest. MG nennt jedoch rund 34.000 Euro als ungefähren Startpreis für den EHS. Neben der Grundversion „Comfort“ bietet MG gegen Aufpreis die Ausstattungsvariante „Luxury“ an. Zudem hat der Kunde die Wahl zwischen vier Außenfarben. Obendrauf gibt es sieben Jahre Garantie sowohl auf das Fahrzeug an sich als auch auf die Batterie.

Neben dem ZS EV und dem EHS ist laut MG-Europa-Chef Matt Lei Platz für vier bis fünf weitere Modelle. Zwei davon sollen noch 2021 an den Start gehen, darunter das künftige Flaggschiff der Marke. Es ist zudem zu erwarten, dass MG die Elektro-Version des Kombis MG5 auf den Markt bringt, die in Großbritannien bereits erhältlich ist.

MG gehört zu größten chinesischen Autobauer SAIC und verkauft bereits seit mehreren Jahren Fahrzeuge in Großbritannien. Seit 2020 ist das Fabrikat in Frankreich, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Island und Österreich aktiv. Neben dem Start in Deutschland ist 2021 zudem der Markteintritt in Italien, Spanien, Portugal und Schweden geplant.

MG will auf dem europäischen Kontinent nur Elektroautos und Plug-in-Hybride verkaufen. Eine konkrete Absatzerwartung nennt der Hersteller nicht. Über das Vertriebsmodell in Deutschland und mögliche deutsche Partner schweigt sich MG aktuell ebenfalls noch aus. Fest steht: Kunden können die Autos der Chinesen in jedem Fall online kaufen.

Einen Artikel über die Aktivitäten chinesischer Hersteller in Deutschland lesen Abonnenten in Ausgabe 48/49 des »kfz-betrieb«, die am 27. November erschienen ist, sowie als PLUS-Fachartikel online.

(ID:47027952)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«