Citroën: Sechs Handlungsfelder fürs bessere Image
Mit der Strategie 2020 will Citroën-Deutschland-Chef Peter Weis gegen schwache Neuzulassungen und unzufriedene Händler ankämpfen.
Citroën Deutschland hat viel Arbeit vor sich: „Wir haben das Ziel nicht erreicht“, sagte Peter Weis, Geschäftsführer bei Citroën Deutschland, bei einer Händlerversammlung in Köln. Zur Veranstaltung unter dem Motto „Living Spirit“ kamen rund 1.000 Teilnehmer - Händler samt Partner sowie Mitarbeiter des Autobauers.
Das Fazit des Geschäftsführers dürfte nicht nur auf die Neuzulassungen in den ersten Monaten des Jahres 2011 zutreffen, sondern auch die Zufriedenheit der Händler. Beim Schwacke Markenmonitor musste der Importeur jüngst die rote Laterne übernehmen.
Mit einem Anteil von knapp 2,4 Prozent ist der Importeur von dem angestrebten Marktanteil von drei Prozent weit entfernt. Während der deutsche Markt im April um 2,6 Prozent zulegen konnte, verbuchte Citroën einen Rückgang von 13,6 Prozent. Immerhin konnten die Franzosen seit Jahresbeginn die Neuzulassungen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,4 Prozent steigern, allerdings zog der Markt um 10,7 Prozent an.
Um wieder auf die Erfolgsspur zu kommen hat Citroën ein Programm mit sechs Säulen aufgelegt:
- DS-Modellreihe: 2012 soll der Anteil bei rund 25 Prozent am Absatz ausmachen.
- Händlernetz: Durch gezielte Maßnahmen sollen die Händler fitter gemacht werden.
- Kundenzufriedenheit: Künftig soll das Customer Relationship Management gestärkt werden.
- Kommunikation und Presse: Die Marke soll mit höherem Budget näher an den Kunden gebracht werden.
- Citroën wird Mobilitätsdienstleister: Als erstes Land jenseits des Heimatmarktes wird Citroën in Deutschland das Mobilitätskonzept Multicity im nächsten Jahr einführen.
- Internes Markenprogramm: Das Verständnis für die Marke soll neu interpretiert werden.
An diesen Maßnahmen will Citroën im Rahmen seiner Strategie 2020 arbeiten. „Wir wollen die Marke begehrlicher machen“, betont Weis.
Die DS-Reihe steht in der Modellpolitik im laufenden Jahr im Vordergrund: Am 28. Mai führt der Importeur den DS 4, das zweite Modell der Reihe, ein. Mit einen Basispreis von 20.700 Euro schickt der Autobauer das Fahrzeug an den Start.
Der klassische Käufer ist „zwischen 30 und 45 Jahre alt, trifft bewusste Entscheidungen und ist sehr stilbewusst“, beschreibt Marketingchefin Sevilay Gökkaya die Zielgruppe. Dieser sei ein ansprechendes Design wichtig.
Im Vergleich zur Einführung des DS 3 verdoppelt Citroën das Einführungsbudget. Im Vordergrund stehen klassische Medien, den Rest investiert Citroën in Außenwerbung und Online. Mit fünfsekündigen Teaserspots will Citroën ab 23. Mai das Interesse wecken.
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