Corona-Krise versetzt Aston Martin in noch schlechtere Lage

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Bereits vor der Corona-Krise taumelte Aston Martin. Nun häuft der Sportwagenhersteller immer höhere Verluste an. Die Briten klammern sich mit Blick auf die Zukunft immer stärker an den letzten verbliebenen Strohhalm.

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Aston Martin hat im ersten Quartal einen Verlust von fast 120 Millionen Pfund eingefahren.
Aston Martin hat im ersten Quartal einen Verlust von fast 120 Millionen Pfund eingefahren.
(Bild: Aston Martin)

Aston Martin ist im Zuge der Corona-Krise zum Jahresauftakt noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Im ersten Quartal hat sich der Verlust vor Steuern deutlich von 17,3 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum auf 118,9 Millionen Pfund ausgeweitet, wie das Unternehmen am Mittwoch in London mitteilte.

Die Auslieferungen gingen um 45 Prozent auf 578 Autos zurück. Angesichts der Virus-Pandemie sei kein Ausblick aufs laufende Jahr möglich, die ursprüngliche Prognose zieht der Hersteller des legendären James-Bond-Autos zurück.

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Nahezu alle Händler seien wegen der Virus-Pandemie zeitweise geschlossen gewesen, die Werke standen still. Dennoch laufe die Produktion des SUVs DBX mittlerweile wie geplant an. Der Hoffnungsträger soll erstmals im Sommer ausgeliefert werden – es gebe zahlreiche Vorbestellungen, hieß es. Der Fokus liege nun weiterhin darauf, Angebot und Nachfrage auszubalancieren und den Lagerbestand bei Händlern zu verringern.

Außerdem prüfe Aston Martin Möglichkeiten, um die Finanzlage weiter aufzubessern. Der Autobauer ist schon seit längerer Zeit in finanzieller Schieflage. Eine Kapitalerhöhung in Höhe von 536 Millionen Pfund sei im ersten Quartal abgeschlossen worden.

Unruhe im Management

Die Misere des unter anderem mit Ferrari und Porsche konkurrierenden Autoherstellers lässt sich auch an der Entwicklung der Aktie ablesen. Zu Zeiten des Börsengangs im Oktober 2018 wurde das Papier noch bei 1.900 Pence gehandelt. Aktuell ist es nur rund 38 Pence wert, was für Anleger der ersten Stunde beinahe einem Totalverlust gleicht.

Zuletzt sorgte bei den Investoren auch Unruhe im Management für Irritationen, wie etwa der im Februar überraschend verkündete Abgang des Finanzchefs.

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