Skoda PeaqDas Elektroflaggschiff kommt Ende September in den Handel
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sp-x/gr
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Raum und Nutzwert sind seit Langem zentrale Merkmale von Skoda – das Elektro-Spitzenmodell Peaq treibt diese Versprechen nun auf die Spitze. Zur Weltpremiere stellte sich der Peaq mit Lounge-Gefühlen für sieben Passagiere, einer Reichweite von 640 Kilometern und reichlich Simply-Clever-Details vor.
Skoda bringt mit dem Siebensitzer Peaq ein neues Elektro-Flaggschiff auf den Markt.
(Bild: Skoda)
Nur einen Monat nach der Vorstellung des Elektro-Kleinwagens Epiq legt Skoda im Wettbewerb um Kunden nochmals nach: In den französischen Alpen südlich von Genf haben die Tschechen am Dienstag, 23. Juni, ihr neues Spitzenmodell vor der Öffentlichkeit enthüllt: den Peaq. Mit dem Modell dringt Skoda in eine neue Fahrzeug-Liga vor, den geräumigen, familientauglichen Elektromodellen. Damit tritt der Peaq in einem sich entwickelnden Marktsegment an, das neuerdings etwa der Kia EV9, der Hyundai Ioniq 9 und so manches chinesisches Fabrikat bespielen. Die Bestellbücher hat Skoda direkt nach der Premiere geöffnet. In den Handel sollen die ersten Modelle Ende September 2026 rollen.
Zur Enthüllung des bislang größten aller Skoda-Modelle lud die tschechische VW-Tochter in die Höhe. Genauer gesagt in eine historische Bergstation mit einem Observatorium auf einer Meereshöhe von 1.100 Metern, hoch über dem Genfer See. Dabei hatte sich natürlich jemand etwas gedacht – schließlich suggeriert der Name Peaq einen Gipfel, einen Höhepunkt. Klares Signal: Dieses mächtige 4,87-Meter-SUV markiert die Spitze der Skoda-Modellfamilie.
Und weil es komplett neu ist, birgt es die Chance für Hersteller und Händler, neue Zielgruppen anzusprechen, wie es dem Fabrikat in jüngerer Vergangenheit mit Neuerungen immer wieder gelungen ist – man denke an den Absatzerfolg des BEV Elroq. „Mit dem Peaq haben wir zusätzliches Eroberungspotenzial, primär bei Großkunden und Flotten“, hatte jüngst Frank Barwasser, Geschäftsführer von Skoda Auto Deutschland, im Gespräch mit »kfz-betrieb« gesagt.
4,87 Meter: Mit dieser stattlichen Länge überragt der Peaq den bisherigen Spitzenreiter im Skoda-Portfolio, den Kodiaq, um stolze 17 Zentimeter. Sein Radstand von mächtigen 2,97 Metern lässt angesichts des Elektroantriebs auf ein üppiges Platzangebot schließen. Und tatsächlich zeigt die erste Sitzprobe in allen drei Reihen, dass die Tschechen die technischen Möglichkeiten gut genutzt haben. Sogar in Reihe drei können es nicht allzu große Menschen (bis ca. 1,75 Meter) auf Kurzstrecken einigermaßen aushalten. Der Zustieg wird durch die um 15 Zentimeter verschiebbaren Sitze in Reihe zwei deutlich erleichtert.
Platz für Passagiere und Gepäck
Dort und ganz vorne gibt es dann ordentlich Platz. Skoda spricht von Lounge-Atmosphäre. Das kann man so sehen oder sich einfach über die ordentlichen Entfaltungsmöglichkeiten freuen. Sehr geräumig ist auch der Kofferraum ausgefallen: In Fünfer-Bestuhlung passen bis zu 935 Liter rein, als Siebensitzer schluckt der Neuzugang immerhin noch 299 Liter. Bis zu 35 Liter Kleinkram lassen sich vorne im Frunk unterbringen.
Die Innenraum-Materialien machen einen guten und wertigen Eindruck. Das Hochkant-Touchdisplay ist 13,6 Zoll groß, darunter finden sich die echten Tasten etwa für die Einstellung der Klimatisierung und eine Drehwalze für die Lautstärke-Verstellung – das ist erfreulich und nutzerfreundlich. Das zehn Zoll große digitale Zentralinstrument zeigt klar und deutlich die wichtigsten Daten an. Und auf Wunsch gibt es auch ein Augmented Reality-Head-up-Display. Neu ist auch der digitale Fahrzeugschlüssel. Dazu bietet Skoda neben dem beheizten Multifunktionslenkrad auch noch eine individuell einstellbare Ambientebeleuchtung und optionale Massagesitze plus ein Soundsystem aus dem Hause Sonos.
Wer die feinen Sachen alle zusammen im Auto haben will, muss nach dem Bestellstart einfach im Konfigurator das Maxx-Paket ankreuzen. Kostet allerdings flotte 6.720 Euro, das adaptive Fahrwerk gibt es aber obendrauf. Und weil wir schon bei den Optionen sind: Für die dritte Sitzreihe verlangt Skoda 990 Euro.
Reichweite zwischen 456 und 642 Kilometer
Drei verschiedene Antriebe stehen zur Wahl. Nämlich der Peaq 60 mit 150 kW/204 PS und 63-kWh-Akku, der Peaq 90 mit 210 kW/286 PS und Heckantrieb und die Allrad-Version Peaq 90x mit 220 kW/299 PS. Die 90er sind jeweils mit 91-kWh-Batterien ausgestattet, die mit bis zu 190 kW aufgefüllt werden können. Der kleinere Akku lässt sich mit maximal 160 kW laden und soll für bis zu 456 Kilometer reichen. Die WLTP-Reichweite liegt beim stärkeren Heckantriebsmodell bei 642 Kilometern, der Allradler soll bis zu 609 Kilometer am Stück schaffen. Beide schaffen die Standard-Ladung von zehn bis 80 Prozent in unter 30 Minuten.
Stand: 08.12.2025
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Eine serienmäßige „Wärmepumpe der nächsten Generation“ soll wie die Rekuperation bis hin zum One-Pedal-Driving für maximale Effizienz sorgen. Und natürlich kann der Peaq auch bidirektionales Laden. Für Zahlenfans: Die Beschleunigung von null bis 100 km/h gibt der Hersteller mit 7,1 bzw. 6,7 Sekunden an. Die Spitze liegt jeweils bei 180 km/h. Und die Normverbrauchswerte bewegen sich zwischen 14,9 und 18,6 kWh/100 km. Das liegt auch an der Aerodynamik: Mit einem cW-Wert von ganz genau 0,249 bietet der Peaq dem Wind in Relation zu seiner Größe wenig Widerstand.
Das Assistenten-Sortiment ist erwartungs- und zeitgemäß umfangreich, optional tritt der Travel Assist 3.0 in Aktion, der vom Hersteller als „das derzeit fortschrittlichste Assistenzsystem in einem Skoda-Modell“ bezeichnet wird. Zehn Airbags sind Serienstandard. Zentrale Schaltstelle ist das Infotainment-System auf Android-Basis. Die25-Watt-Ladestation für zwei Smartphones ist beleuchtet. Diverse Nettigkeiten wie den kleinen Klapptisch, das Staufach an der Rückseite der Mittelkonsole, einen Displayä-Reiniger und einen Handbesen verbucht Skoda unter dem seit Jahren eingesetzten Begriff „Simply Clever“.
Clever geht es auch draußen weiter – nämlich mit den ersten Scheibenwischern mit integrierten Spritzdüsen in einem Skoda. Das Design ist auf Minimalismus im aktuellen „Modern Solid“-Stil ausgelegt – mit klaren Linien, mit T-förmigen Leuchten vorne und hinten, mit einer hoch- und langgezogenen Schulterlinie. Insgesamt sieht man dem Peaq sein Format durchaus an. An Präsenz auf der Straße wird es ihm bestimmt nicht fehlen. Dazu kommt das größte bisher in einem Skoda montierte Panoramadach. An Superlativen herrscht beim neuen Flaggschiff jedenfalls kein Mangel. Dass Skoda bei ihm erstmals auf versenkte, elektrisch ausfahrbare Türgriffe setzt, überrascht. Denn diese Türöffner sind ab dem 1. Januar 2027 in China verboten – aus Sicherheitsgründen.
Preislich starten die Käufer bei mindestens 49.900 Euro für den Peaq Selection 60, für den 90er sind 57.900, für den 90x dann 60.400 Euro fällig. Für die Sportline-Versionen werden zwischen 54.800 und 65.300 Euro aufgerufen. Neben der Selection-Basis gibt es noch die feinere Ausstattungsversion Sportline – ebenfalls für alle drei Motorisierungen. Sportline steht dabei für glänzend schwarze Exterieur-Details, serienmäßige Matrix-LED-Scheinwerfer und ein beleuchtetes „Gesicht“. Innendrin ist der Nobel-Peaq komplett in Schwarz gehalten, dazu gibt es Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und ein Dreispeichen-Sportlenkrad. Die Bestellbücher sind bereits geöffnet.