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Defekter Abschlepphaken und Ölverlust führen zu Rückrufen bei PSA

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Insgesamt müssen über 2.200 Fahrzeuge zum Citroën- und Peugeot-Partner. Ein Großteil gehört zur Nutzfahrzeugfamilie Expert und Jumpy. Es sind aber auch einige Pkw-Baureihen betroffen.

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Der Peugeot Expert gehört zu den Fahrzeugen, die vom PSA-Rückruf betroffen sind.
Der Peugeot Expert gehört zu den Fahrzeugen, die vom PSA-Rückruf betroffen sind.
(Foto: Peugeot)

Zwei Rückrufe für diverse Citroën- und Peugeot-Baureihen hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auf Anfrage bestätigt. Die größere befasst sich mit weltweit 5.094 Jumpy (Bauzeitraum: 13.11.2015 bis 5.10.2017) und 5.732 Expert (Bauzeitraum: 21.1.2016 bis 5.10.2017). Die etwas über 1.700 Einheiten, die für einen Besuch einer deutschen Vertragswerkstatt vorgemerkt sind, entfallen ungefähr zu gleichen Teilen auf die beiden Marken.

„Bei den betroffenen Fahrzeugen besteht die Möglichkeit, dass sich die Anhängerkupplung verformt, wenn ein Anhänger gezogen wird, insbesondere bei Rückwärtsmanövern unter bestimmten Lastsituationen“, erläuterte ein Sprecher der Behörde die Rückrufursache. Durch den Mangel bestehe das Risiko, dass sich der Anhänger vom Fahrzeug lösen kann. Die Abhilfemaßnahme der Aktion „GFW“ (Citroën) beziehungsweise „HYJ“ (Peugeot) sieht eine Kontrolle und bei Bedarf einen Austausch des Trägers des Zughakens durch eine Neuentwicklung vor.

Die genannten Nutzfahrzeuge betrifft ein weiterer Rückruf, allerdings gemeinsam mit den Pkw-Baureihen Peugeot 308, 3008 und 5008 beziehungsweise Citroën C4 Picasso und DS7 Crossback. Den zwischen Ende April und Anfang Juni dieses Jahres gebauten Autos droht ein Ölaustritt in den Motorraum des Zweiliter-Dieselaggregats. Grund ist ein nicht der Spezifikation entsprechend angezogener Dichtstopfen im Kurbelgehäuse.

Aktion „GLN“ betrifft weltweit 1.169 Citroën und Aktion „JCW“ weltweit 2.195 Peugeot. In Deutschland müssen 243 Citroën und 298 Peugeot in die Werkstatt. Dort erfolgt eine Kontrolle und Korrektur des Anzugsdrehmoments. Beide Rückrufe werden vom KBA überwacht und betreffen auch den baugleichen Toyota-Transporter Proace. Der Ölverlust war hier schon bekannt, zum Problem mit der Anhängerkupplung lagen der deutschen Zentrale in Köln noch keine Infos vor.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist