Historische Marke Der Bristol Fighter kommt zurück

Quelle: sp-x 2 min Lesedauer

Der britische Sportwagenhersteller Bristol hatte vor seiner Pleite noch unerledigte Aufgaben. Die werden jetzt abgearbeitet.

Von Bristol gibt es wieder ein Lebenszeichen: Die Briten haben einen weitere Fighter aufgebaut. Vier sollen noch folgen. (Bild:  Bristol Cars)
Von Bristol gibt es wieder ein Lebenszeichen: Die Briten haben einen weitere Fighter aufgebaut. Vier sollen noch folgen.
(Bild: Bristol Cars)

Viele Jahre war es still um die britische Automarke Bristol. Nun gibt es wieder ein Lebenszeichen: Zum 80. Geburtstag kehrt der Kleinserienhersteller zurück und vollendet einige unvollendet gebliebene Exemplare des Bristol Fighter.

Auf dem Salon Privé im englischen Blenheim Palace (bis 6. September) feierte der erste neu aufgebaute Fighter seine Weltpremiere. Das Coupé entstand in Handarbeit nach historischen Zeichnungen und mit originalen Bauteilen. Vier weitere Exemplare sollen in den kommenden Monaten in gleicher Weise nach Kundenwunsch gefertigt werden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Der Fighter war das vorerst letzte Serienmodell von Bristol Cars, bevor die traditionsreiche Marke ihre Fahrzeugproduktion 2011 einstellte und in die Insolvenz rutschte. 2016 gab es mit dem E-Roadster Bullet einen Wiederbelebungsversuch, der über das Konzeptstadium nicht hinauskam. Dieses Mal setzt Eigentümer Paul King bewusst auf Authentizität: Statt eines komplett neuen Modells wird zunächst ein historisches Projekt zu Ende geführt.

Statement mit Tradition

Technisch bleibt der Fighter auch 25 Jahre nach seiner Entwicklung ein Statement. Unter der langen Motorhaube arbeitet ein 8,0 Liter großer V10-Saugmotor mit 386 kW/525 PS; optional sind 441 kW/600 PS möglich. Frühere Exemplare des Flügeltürers konnten bis zu 338 km/h schnell fahren. Trotz dieser Supercar-Eckdaten versteht Bristol den Zweisitzer traditionell eher als luxuriösen Gran Turismo denn als kompromisslosen Sportwagen. Lediglich 13 oder 14 Exemplare wurden zwischen 2004 und 2009 zu Preisen von 330.000 bis 520.000 Euro verkauft. Insgesamt 20 Chassis wurden vorbereitet.

Die Fertigung der letzten fünf Fighter übernimmt ein nicht genannter britischer Spezialist für Kleinserienfahrzeuge. Interessenten müssen Preise individuell anfragen. Weitere Modelle stellte die Marke zwar noch nicht vor, kündigte aber an, dass die Wiederaufnahme der Produktion erst der Anfang einer umfassenderen Renaissance sein soll.

Über Bristol Cars

Bristol Cars stellte ab 1946 als Manufaktur exklusive Fahrzeuge her. Ursprünglich ein Tochterunternehmen des Flugzeugherstellers Bristol Aeroplane Company, war Bristol Cars seit 1960 ein privat geführtes Unternehmen, das dem ehemaligen Rennfahrer Tony Crook gehörte. Im Jahr 2001 übernahm die Tavistock Group als Investor das Unternehmen. Der ab 2004 verkaufte Fighter schaffte nie die notwendigen Stückzahlen, um die Entwicklungskosten zu amortisieren. Im März 2011 ging das Unternehmen erstmals insolvent. Nach verschiedenen Rettungsversuchen wurde Bristol Cars Anfang 2020 endgültig aufgelöst.

(ID:50953413)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung