Gebrauchtwagen Der limitierte Elektro-Bestand bremst die Verkaufszahlen

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Elektromobilität und Spritpreise bestimmen zunehmend auch die Entwicklung auf den Gebrauchtwagenhöfen. Das Interesse an E-Autos wächst, doch die verfügbare Ware ist knapp.

Im Gebrauchtwagenmarkt steigt die Nachfrage nach Elektroautos.(Bild:  Achter – VCG)
Im Gebrauchtwagenmarkt steigt die Nachfrage nach Elektroautos.
(Bild: Achter – VCG)

Die Lage auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt bleibt angespannt. Im September sank die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent. Insgesamt wechselten 533.447 Pkw den Halter. Zuletzt hatte sich die rückläufige Entwicklung etwa abgeschwächt (August: –2,3 %).

Letztlich ist die Gesamtsituation jedoch deutlich rückläufig. Seit dem Jahresstart meldet das Kraftfahrt-Bundesamt einen Rückgang der Pkw-Umschreibungen um 2,9 Prozent auf knapp 4,81 Millionen Einheiten.

Interessanterweise scheinen die rückläufigen Zahlen nicht durch fehlendes Interesse der Käufer verursacht zu sein. Zumindest vermeldet die Online-Plattform Autoscout 24 für den September eine „steigende Nachfrage in nahezu allen Fahrzeugsegmenten“ – besonders aber in den günstigeren und verbrauchsärmeren Segmenten (Kleinwagen: +7,6 %, Kompaktklasse: +6,8 %, aber auch Oberklasse: +5,5 %).

Die Spritpreisentwicklung lässt grüßen, was sich insbesondere ablesen lässt am wachsenden Interesse an Elektrofahrzeugen bei Autoscout 24. Deren durchschnittlicher Angebotspreis sei um 2,1 Prozent auf 39.006 Euro gestiegen, heißt es in einer Mitteilung. Vor allem aber hätten die Anfragen binnen eines Monats um 26,8 Prozent zugelegt, während das Angebot um 1,2 Prozent fiel. Das klare Fazit der Börse: „Trotz des anhaltenden Preisanstiegs wächst die Nachfrage nach gebrauchten E-Autos im September deutlich.“ Noch stärker als die E-Nachfrage ist übrigens das Interesse an LPG-Fahrzeugen gestiegen (+32,1 %).

Die rückläufige Entwicklung der Umschreibungen erfasst darüber hinaus weiterhin alle Fahrzeugklassen. Im Bereich der Lkw ging die Zahl der Halterwechsel im September um 6,3 Prozent auf 35.503 Einheiten zurück. Bei den Zugmaschinen summiert sich das Minus auf 8,1 Prozent. Der Omnibus-Markt fiel sogar um 10,1 Prozent – bei nur 447 Umschreibungen.

Allen Fahrzeugklassen ist jedoch gemeinsam, dass sich der Rückgang prozentual ausweitet. Im bisherigen Jahresverlauf fällt der Rückgang deutlich geringer aus (Lkw: –3,2 %), Zugmaschinen: –3,9 % und Omnibusse: –2,3 %).

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