Juli-Neuzulassungen Die BEV-Welle rollt weiter

Von Jens Rehberg 2 min Lesedauer

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Das Nachfragehoch bei vollelektrisch angetriebenen Pkw hält an: Knapp 30 Prozent aller Neuzulassungen waren im letzten Monat mit dieser Antriebsart ausgestattet.

(Bild:  Achter/VCG)
(Bild: Achter/VCG)

Der Absatz von E-Autos in Deutschland ist im Juli aufgrund der hohen Spritpreise sowie der staatlichen Elektro-Fördermittel auf einem hohen Niveau geblieben. Rund 78.600 BEVs kamen im vergangenen Monat neu auf die Straße, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Plus von 62 Prozent im Vergleich zum Juli 2025. Der BEV-Anteil an den deutschen Neuregistrierungen des vergangenen Monats lag bei 29,3 Prozent. insgesamt wurden im Juli mit 268.000 Fahrzeugen 1,2 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im Vorjahresmonat.

„Das starke Wachstum bei Elektroautos beschleunigt zwar den Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland, bringt der heimischen Automobilindustrie bislang jedoch nur begrenzte Vorteile“, ordnet EY-Berater Constantin Gall die jüngsten Zahlen ein. Ihm zufolge profitieren von dem Elektroboom derzeit vor allem die chinesischen Hersteller, die ihr Absatzvolumen in den vergangenen zwölf Monaten um über 85 Prozent steigern konnten. Der Marktanteil der chinesischen OEMs hierzulande liegt aktuell über sieben Prozent (Juli 2025: 3,9%).

Der Marktanteil der deutschen Hersteller ging in diesem Zeitraum leicht auf gut 60 Prozent zurück. Die Marken des Stellantis-Konzerns büßten seit Juli 2025 ebenfalls knapp einen halben Prozentpunkt Marktanteil ein und stehen jetzt zusammengenommen bei 11,1 Prozent.

Dass vor allem ausländische Hersteller von der deutschen Elektro-Förderung profitieren, sei allerdings auch eine Folge der Modell- und Preispolitik der deutschen Hersteller, betont Constantin Gall: „Die Förderung macht insbesondere Elektrofahrzeuge im Einstiegssegment deutlich attraktiver. Gerade Käufer mit niedrigeren Einkommen bilden die zentrale Zielgruppe der Prämie, für die der staatliche Zuschuss oft kaufentscheidend ist.“ Allerdings sei das Angebot deutscher Hersteller in diesem Preissegment bislang noch sehr begrenzt. Ausländische Anbieter, insbesondere aus China, seien hier mit wettbewerbsfähigen Modellen deutlich besser positioniert.

Unter den deutschen Fabrikaten erreichte Mercedes im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Wachstum von 8 Prozent und steht damit aktuell für einen Marktanteil von knapp 10 Prozent. Audi verzeichnete ein Plus von 1,5 Prozent. BMW lag 0,5 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats und liegt derzeit bei 9,2 Prozent Marktanteil.

Rückläufig waren die Neuzulassungen bei Opel (-18,1% auf 4,4% Marktanteil), Ford (-17% / 3,6 %), VW (-7,6% / 17,9%) und Porsche (-4,5% / 1%).

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