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Digitalisierung in der überbetrieblichen Ausbildung

| Autor: Johannes Büttner

Rund 150 Ausbilder an überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks im Themenbereich Kfz informierten sich auf Einladung des ZDK über Neuigkeiten aus der Welt der Aus- und Weiterbildung.

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ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens informierte beim 17. ZDK-Ausbildertag unter anderem über kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten für Ausbilder.
ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens informierte beim 17. ZDK-Ausbildertag unter anderem über kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten für Ausbilder.
(Bild: Schmidt/»kfz-betrieb«)

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Aus- und Weiterbildung im Kfz-Gewerbe? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 17. ZDK-Ausbildertagung am 14. September in Frankfurt. Rund 150 Ausbilder an überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks kamen auf Einladung des ZDK am Rande der Automechanika zusammen.

Die insgesamt 600 Ausbilder an 180 überbetrieblichen Bildungszentren leisten „einen wesentlichen Beitrag zur hervorragenden Qualität der Ausbildung im Kfz-Gewerbe“, betonte ZDK-Geschäftsführerin Birgit Behrens in ihrer Begrüßung. Deshalb sei es dem Verband ein großes Anliegen, mit dieser Zielgruppe regelmäßig in Kontakt zu treten und ihr Informationen und Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten.

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Ein wichtiger Bestandteil sei das ZDK-Weiterbildungsprogramm, das für das kommende Jahr 40 Schulungsangebote mit rund 500 Teilnehmerplätzen enthält – und die sind trotz fehlender öffentlicher Fördergelder alle kostenlos. Zu verdanken sei dies unter anderem den Automobilherstellern und Importeuren, die 35 Seminare anbieten. Fünf weitere Schulungen in Bildungszentren unterstützt der ZDK.

Wie wichtig die Weiterqualifizierung der Trainer ist, verdeutlichte Dr. Matthias Kohl vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung in seinem Beitrag. Mit der zunehmenden Digitalisierung gingen neue Kompetenzanforderungen einher, und daraus folge Qualifizierungsbedarf.

Medienkompetenz der Lehrenden

Digitale Lehr- und Lernmittel würden massiv an Bedeutung gewinnen, so Kohl. Diese böten auch großes Potenzial, beispielsweise zur Individualisierung des Lernens und zur Motivation der Lernenden. Außerdem böten sie gute Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen der theoretischen Lehre und der praktischen Arbeit. Entscheidende Voraussetzung für den Erfolg digitaler Lehrmittel sei aber die Medienkompetenz der Lehrenden, da diese geeignete Lehrmedien auswählen, gestalten und einsetzen müssten.

Dass es an diesem Punkt noch Luft nach oben gibt, wurde im Workshop mit Michael Eisermann vom Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) deutlich. Eisermann wird demnächst eine Studie starten, in der er die Weiterbildung der überbetrieblichen Ausbilder unter die Lupe nimmt. Was motiviert sie? Welche Formen der Fortbildung bestehen? Und nicht zuletzt: Welche Hemmnisse halten die Trainer davon ab, Qualifizierungsmaßnahmen zu besuchen?

Erste Antworten erhielt Eisermann bereits auf der Ausbildertagung. Viele Teilnehmer beklagten sich, dass ihnen nicht genügend Möglichkeiten geboten würden. Oft sei es schon schwierig, ein technisches Training vom Vorgesetzten genehmigt zu bekommen. Noch seltener gelinge dies bei pädagogisch-didaktischen Inhalten.

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 Johannes Büttner

Johannes Büttner

Redakteur Ausbildungsmedien