Dirkes-Gruppe setzt seit Langem auf Big Data

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Dirkes-Kampagne als Vorbild für internationale Abarth-Aktion

Zur positiven Entwicklung tragen auch spezielle Kampagnen bei. Mindestens eine große Aktion fährt das Autohaus alle zwölf Monate. „Mit diesen Kampagnen können wir uns von den Angeboten der Importeure absetzen und unsere eigene Marke voranbringen“, erläutert Stefan Gabriel, der als Vertriebsleiter für die japanischen Marken verantwortlich ist. Im vergangenen Jahr, als die Fußballeuropameisterschaft in Frankreich stattfand, schickte Dirkes die 11er-Kampagne aufs Feld.

Von jeder Marke wurde mindestens ein Modell in den Vordergrund gerückt und besonders beworben, auf der eigenen Webseite, in sozialen Medien und anderen Kanälen auf das Angebot hingewiesen. Dass es sich um eine spezielle Kampagne handelte, zeigte nicht zuletzt das eigens geschaffene Logo, das bei allen Maßnahmen zum Einsatz kam.

Die 11er-Kampagne war natürlich nicht nur der Europameisterschaft geschuldet, sondern passt ohnehin ins Dirkes-Konzept. Denn durch das Sponsoring bei Fortuna Köln ist das Autohaus immer nah am Ball. Das Engagement beim Drittliga-Club nutzt das Unternehmen für weitere Werbemaßnahmen. Wem die Kondition fürs große Spielfeld fehlte, der konnte beispielsweise im vergangenen Herbst sein Können am Kicker testen.

Ähnlich erfolgreich wie die 11er-Kampagne waren auch andere Marketingansätze der Dirkes-Gruppe – zum Beispiel #frag-lena. Die Azubine aus einer Dirkes-Filiale erklärte mit Charme und Humor die Stärken der Tuning-Marke Abarth. Das ging durch die sozialen Medien. Unter dem Hashtag „Frag Lena“ konnten Interessierte auch direkt Fragen stellen. Das kam gut an – nicht nur bei den Fans der Tuning-Marke, auch bei Fiat. Selbst wenn Abarth-Chef Paolo Gagliardo selbst keine Frage gestellt hat, so soll er doch großes Interesse gezeigt haben. „Die Kampagne diente als Vorbild für ähnliche Aktionen, die Abarth in anderen Ländern eingeführt hat“, freut sich Perez Junior.

Es sind die jungen Führungskräfte im Autohaus, die als „digital natives“ den Themen rund um die Digitalisierung weiteren Schwung verliehen haben. Das Internet spielt für die Autohausgruppe mittlerweile eine deutlich größere Rolle. Das zeigt sich am besten an der Abteilung E-Commerce: Noch vor wenigen Jahre war diese nicht vorhanden, mittlerweile hat sie vier Mitarbeiter und einen Auszubildenden.

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Hier wird alles kontrolliert, was über die Online-Verkaufskanäle geht. Dazu gehören die Gebrauchtwagenbörsen, aber auch direkte Anfragen über das Internet oder die Bearbeitung von Leads. Das sichert nicht nur, dass die mit Boni verbundenen Vorgaben der Hersteller eingehalten werden, sondern auch die unternehmensinternen Ziele.

In den nächsten Jahren will das Autohaus seine digitalen Aktivitäten weiter ausbauen, um der Branchenentwicklung Rechnung zu tragen. Doch auch wenn die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnt – an den Büchern führt bei Dirkes kein Weg mehr vorbei.

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