Suchen

Drei Rückrufe für diverse Baureihen von Toyota und Lexus

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Zweimal holen die Japaner Fahrzeuge wegen Brandgefahr, einmal wegen eines möglichen Gurtversagens in die Vertragswerkstätten. Die Stückzahlen sind in allen drei Fällen überschaubar.

Firma zum Thema

(Bild: Toyota)

Drei kleinere Rückrufe sorgen für etwas Zusatzauslastung in Toyota-Vertragswerkstätten. Bei etwas über 7.400 Einheiten hierzulande müssen die Mitarbeiter die beheizbaren Scheibenwaschdüsen austauschen. Dringt streusalzhaltiges Wasser in das Heizelement ein, kann das einen Kurzschluss verursachen, erklärte ein Sprecher der Toyota Deutschland GmbH auf Anfrage. Dies gilt für weltweit 117.500 Toyota RAV4 (Modellcode A4), Highlander (U5) und Landcruiser / Prado (J15), sowie Lexus RX350 und 450H (L2) aus dem Bauzeitraum Mai 2015 bis Februar 2018. Für die Aktion mit dem Code „19SMD-121“ sind etwa 20 Minuten Reparaturzeit eingeplant.

Deutlich länger dauert mit knapp 90 Minuten der Rückruf „20SMD-003“, der aber nur für weltweit 600 Yaris in der Sportedition GRMN mit 1,8-Liter-Aggregat vorgesehen ist. Diese Modelle sind mit einem Kraftstoffverteilerrohr ausgestattet, „das am Zylinderkopf mit Schrauben, Einspritzdüsenhaltern und Kunststoff-Abstandshaltern befestigt ist. Durch das verwendete Material der Abstandshalter besteht die Möglichkeit, dass diese sich durch Hitze verformen und die Schrauben sich dadurch lösen können“, erläuterte der Sprecher.

Die Gefahr eines möglichen Kraftstoffverlusts im heißen Motorraum besteht in Deutschland bei 110 Kleinwagen aus dem Bauzeitraum Juli 2017 bis April 2018. Ihr wird Unternehmensangaben zufolge mit einem Austausch der Abstandshalter zwischen Kraftstoffverteilerrohr und Zylinderkopf durch zweiteilige Distanzstücke begegnet.

Bis zu 13 Stunden Reparaturdauer

Noch übersichtlicher ist die dritte Maßnahme, die unter dem Code „19SMD-097“ firmiert. Von ihr sind insgesamt weltweit zwar 25.000 vergangenes Jahr produzierte Toyota Corolla, Camry, Coaster und Alphard betroffen. Aber lediglich 738 davon sind in Europa und nur 32 in Deutschland unterwegs. Bei ihnen sind Sicherheitsgurte im Fond verbaut, die eventuell nicht ordnungsgemäß funktionieren.

Ursache sei ein falsch montiertes Bauteil im Mechanismus der Verriegelung des Sicherheitsgurtes, so der Sprecher. „In diesem Fall kann der Sicherheitsgurt nicht die Sperrvorrichtung im Mechanismus aktivieren und der Gurt wird nicht arretiert“, sagte er. Die Kontrolle des Produktionscodes der hinteren Gurte ist schnell erledigt. Sollte aber ein Teiletausch notwendig sein, dauert die Reparatur nach seinen Worten bis zu 13 Stunden. Nach Vollzug erfolgt wie immer bei Toyota-Rückrufen ein Eintrag in das Garantiesystem des Herstellers.

(ID:46376259)

Über den Autor

 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist