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Erfolgreiche Azubi-Aktion wird weiter ausgerollt

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Mit einer Kampagne werben Kreishandwerkerschaft und Kfz-Innung für die Ausbildungsberufe im Handwerk. Die Aktion kommt so gut an, dass sie nun auf das ganze Bundesland ausgerollt wird.

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Ulrich Martens, Obermeister der Kfz-Innung Nordwestmecklenburg.
Ulrich Martens, Obermeister der Kfz-Innung Nordwestmecklenburg.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Im Kampf um qualifizierte Nachwuchskräfte geht die Kfz-Innung Nordwestmecklenburg neue Wege: Gemeinsam mit anderen Gewerken und der Kreishandwerkerschaft wirbt die Organisation bei Jugendlichen für eine Ausbildung im Handwerk. „Nur in einer großen gemeinsamen Aktion lässt sich ein positives Image für die Handwerksberufe gestalten“, sagte Obermeister Ulrich Martens im Rahmen der Mitgliederversammlung in Wismar. Allein kann ein Betrieb dies nicht stemmen.

In Zeiten von Akademisierungswahn und Demografiewandel ist es für Betriebe immer schwieriger, die jungen Menschen für einen Handwerksberuf zu begeistern. Zudem hat sich bei vielen Schulabgängern ein eher negatives Bild vom Handwerk und seinen Berufen eingeprägt. Es gilt als unmodern, mühsam und langweilig. Eben nicht auf der Höhe der Zeit.

Dem will das Handwerk entgegentreten: Unter dem Titel: „Das-Beste-am-Handwerk.de“ haben die Hansestädter Plakate und lebensgroße Aufsteller in Schulen, Arbeitsagenturen und auf Messen im Einsatz. Auf den Plakaten kommen Ausbilder oder Azubis im wahrsten Sinne des Wortes zu Wort. Ein QR-Code auf dem jeweiligen Bild führt direkt zu einem kurzen Clip über Ausbildungsberuf und Lehrbetrieb.

Dieser ist zweigeteilt und dauert zwölf Sekunden: Die ersten sechs Sekunden zeigen den typischen Beruf, die zweiten sechs Sekunden zeigen den Azubi in seiner Ausbildung. Der zweite Teil kann dabei immer wieder verändert werden durch neue Erlebnisse des Auszubildenden in seinem Beruf. Ziel der Aktion ist es, Aufmerksamkeit zu erregen und vor allem zeitgemäß für die Berufe werben.

Die Aktion ist auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram zu finden. Gerade Instagram-Nutzer sind äußerst aktiv, wenn es um Kommentare und Likes geht, berichtet Tobias Böse von der Kreishandwerkerschaft Wismar. „Die Interaktionsrate ist 58-fach höher als bei Facebook.“ Facebook sei bei Jugendlichen immer weniger verbreitet.

Der Erfolg der Kampagne im Kleinen soll nun ausgebaut werden. Ziel ist es, die Kampagne auf das gesamte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern auszurollen. Werben können ausschließlich Innungsbetriebe. Die Jahreslizenz kostet den symbolischen Beitrag von 100 Euro.

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