Rückrufe Erneut Batterieprobleme bei Hyundai Ioniq und Kona

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Lena Sattler

Mehrere Hyundai-Modelle müssen in die Werkstatt: Der Tucson hat Probleme mit der Wegfahrsperre und den Kopfairbags, bei einigen i30 könnte das Reifendruckkontrollsystem nicht vorschriftsgemäß funktionieren, und auch die Elektroautos Ioniq und Kona sollen überprüft werden.

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Beim Hyundai Kona muss die Batterie untersucht werden.
Beim Hyundai Kona muss die Batterie untersucht werden.
(Bild: Hyundai)

Zu einer langen Liste von Hyundai-Rückrufen konnte die deutsche Pressestelle bislang nur begrenzt Informationen beisteuern. 174 deutschen Haltern eines SUVs vom Typ Tucson (NX4e und NX4e HEV) kündigte ein Sprecher des Importeurs Folgendes an: „Die Einbaulage der Kopfairbags wird beim Hyundai-Vertragspartner geprüft und gegebenenfalls korrigiert“. Ursache: Die Schutzeinrichtung wurde verdreht eingebaut.

Europaweit sind hiervon laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 1.000 Einheiten betroffen. Sie liefen zwischen dem 14. Oktober 2020 und 15. April 2021 in Tschechien vom Band. Einem etwa 20-minütigen Check der Airbags folgt unter Umständen ein 2,5 Stunden dauernder Tausch. Erkenntnisse über Unfälle aufgrund des Fehlers lägen dem Hersteller nicht vor, sagte der Sprecher.

Nur vom KBA bzw. anderen ausländischen Behörden stammen die Infos zu den anderen Hyundai-Rückrufen. Erneut geht es bei einem Problem mit der Wegfahrsperre um den Tucson der aktuellen Modellgeneration. Etwas über 3.700 deutschen Haltern stellt das KBA eine Aktualisierung des Hybrid-Steuergerätes (HCU) in Aussicht. Weltweit geht es laut Warnhinweis um knapp 33.700 Einheiten der Baujahre 2020 und 2021.

Bei 2.942 Hyundai i30, davon 438 in Deutschland, kann es laut Flensburg zu einer „eingeschränkten Funktion des Reifendruckkontrollsystems kommen“. Abhilfe soll bei den im Juni dieses Jahres ebenfalls in Tschechien produzierten Autos ein Softwareupdate des indirekt messenden TPMS im ESP-Steuergerät schaffen.

Rückrufe für Elektromodelle

Frankreich und Portugal melden erneut Batterieprobleme bei den Elektroautos Ioniq und Kona. Die mit der internen Kennung versehene Aktion „11D043“ ist den Angaben zufolge für Modelle aus dem Bauzeitraum 4. Mai 2018 bis 2. März 2020 relevant, das Kürzel „11D044“ nur für zwischen Juni 2019 und Januar 2020 gebaute Ioniq. Ob und wie die Rückrufe im Zusammenhang mit der Ende 2020 gemeldeten Brandgefahr stehen, ist nicht bekannt. Auch andere Hersteller hatten in der Vergangenheit mehrfach ihre Abhilfemaßnahmen modifiziert bzw. erweitert, zuletzt General Motors.

Die Aktionscodes der anderen Rückrufe lauten „11DC17“ (Airbags), „11DC30“ (Wegfahrsperre) und „11DC25“ (TPMS). Herstellerinfos zu den Rückrufen gibt es für Betroffene im Internet auf der Hyundai-Seite und unter der Hotlinenummer 069/380767212.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist