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Erste Freigabe zur Dieselnachrüstung: „Das Interesse ist riesig“

| Autor: Jakob Schreiner

Seit Kurzem hat das erste Nachrüstsystem für einige Volvo-Diesel-Modelle eine ABE. Die Nachfrage beim Anbieter Dr. Pley und dem Händlerverband lassen erahnen, was passiert, wenn entsprechende Systeme für Volumenmodelle eine Zulassung erhalten.

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Am Unterboden eines Kompaktfahrzeugs ist wenig Platz für nachträgliche Um- oder Einbauten.
Am Unterboden eines Kompaktfahrzeugs ist wenig Platz für nachträgliche Um- oder Einbauten.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Seit vergangener Woche ist sie da: die erste Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für ein Dieselnachrüstsystem für Pkws. Beim Entwickler Dr. Pley stehen seitdem die Telefone nicht mehr still – das Thema lief publikumswirksam in den Medien auf und ab. „Wir haben seit dem Wochenende über 1.500 Anfragen zu unserem System bekommen. Das Interesse ist riesig und größer als erwartet“, sagt Martin Pley, Entwickler des Nachrüstsystems im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Wohlgemerkt ist das Nachrüst-Kit bislang nur für einige Volvo-Modelle zugelassen.

Noch größer dürfte nach seiner Einschätzung die Nachfrage nach einer Nachrüstlösung für Mercedes- bzw. BMW-Modelle sein. Die Freigabe der Systeme durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erwartet er am 31. Juli für Mercedes (C220/250cdi, E220/250cdi, GLK220cdi und V220cdi) und am 15. August für BMW (318d, 320d, 325d, 518d, 520d, 525d und X3 2.0d). „Im vierten Quartal 2019 werden je nach Bedarf noch weitere Fahrzeugtypen in das Entwicklungsprogramm aufgenommen“, sagt Pley. Bis zu 350.000 Nachrüstsysteme können laut Pley zwei Bosal-Werke in Belgien und der Türkei im Jahr produzieren.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik