Licht-Test 2022 Fahrzeugleuchten-Check läuft auf Hochtouren

Aktualisiert am 27.10.2022 Von Nick Luhmann

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Die Licht-Test-Wochen des Kfz-Gewerbes laufen auf vollen Touren. Bundesweit bieten Kfz-Werkstätten Autofahrern noch bis Ende des Monats einen kostenlosen Check ihrer Fahrzeugbeleuchtung an. Mit im Boot ist vielerorts die Polizei, die die Verkehrssicherheitsaktion des ZDK unterstützt.

Licht-Test in Baden-Württemberg: Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes, gab persönlich im Stuttgarter Autohaus das Startzeichen und wirbt für die Teilnahme an der Aktion.
Licht-Test in Baden-Württemberg: Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes, gab persönlich im Stuttgarter Autohaus das Startzeichen und wirbt für die Teilnahme an der Aktion.
(Bild: Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg)

„Sehen und gesehen werden“ und Schluss mit den „Blinden, Einäugigen und Blendern“: Die jährliche PR- und Verkehrssicherheitsaktion Licht-Test des Kfz-Gewerbes läuft auf Hochtouren. Kfz-Werkstätten bieten Autofahrern im Oktober und teilweise bis in den November bundesweit einen kostenlosen Check ihres Fahrzeuglichts an und somit die Gelegenheit, mit dem richtig eingestellten und voll funktionierenden Autolicht unterwegs zu sein.

Für die Autofahrer in Baden-Württemberg gab Präsident Michael Ziegler in Stuttgart den Startschuss für die Verkehrssicherheitsaktion. Unter dem Motto „Gut sehen! Sicher fahren!“ überprüfen die Kfz-Werkstätten die Fahrzeugbeleuchtung ihrer Kunden. „Sehen und gesehen werden – wenn es dunkel wird, hilft nur Licht“, sagte Verbandspräsident Ziegler. Auch wenn das eine Binsenweisheit sei, an Relevanz habe diese Erkenntnis nicht verloren. „Wer einmal einen schlecht beleuchteten Wagen im Nebel plötzlich vor sich auftauchen sah, der weiß, was ich meine. Die Beleuchtungstechnik hat zwar inzwischen beträchtliche Fortschritte gemacht. Woran es aber manchmal hapert, ist das Bewusstsein für deren Bedeutung. Zahlen des statistischen Bundesamtes zeigen, wie wichtig funktionierendes Licht am Fahrzeug ist“, sagte Ziegler.

Hessen: Bewusstsein für die Gefahren schaffen

In Hessen eröffnete Jürgen Karpinski, Präsident des hessischen Kfz-Gewerbes, gemeinsam mit Tarek Al-Wazir, hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, den Licht-Test in Hessen.

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„Wir streben die größtmögliche Sicherheit für die hessischen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer an. Der Licht-Test leistet dazu einen umfassenden Beitrag", begründet Al-Wazir die Unterstützung des Ministeriums. Die Notwendigkeit der Aktion hätten die Ergebnisse des Licht-Tests aus dem Jahr 2021 belegt: Jeder dritte Pkw fuhr damals mit mangelhaftem Autolicht, fast jeder Neunte blendete andere Verkehrsteilnehmende. „Der Licht-Test schafft ein Bewusstsein für diese gefährlichen und gleichzeitig vermeidbaren Mängel, sodass alle sicher ans Ziel kommen – auch in der dunklen Jahreszeit“, sagte Al-Wazir.

Karpinski lobte in diesem Zusammenhang das Engagement der Kfz-Werkstätten: „Das Thema Verkehrssicherheit hat im Kfz-Gewerbe einen enormen Stellenwert. Deshalb bieten wir den Licht-Test an. Der Wert dieser für den Kunden kostenlosen Kundendienstleistung der hessischen Autohäuser bewegt sich in einer zweistelligen Millionenhöhe und ist ein wichtiger Beitrag zur allgemeinen Verkehrssicherheit.“ Im Ernstfall könne dieser Service Leben retten, gibt Karpinski zu bedenken.

In NRW gibt Innenminister Herbert Reul das Startzeichen

In NRW eröffnete NRW-Innenminister Herbert Reul zusammen mit Frank Mund, Präsident des Kfz-Verbandes NRW, und Peter Schlanstein, Vizepräsident der Landesverkehrswacht NRW, die Beleuchtungswochen und gab den Startschuss für die diesjährige Licht-Test-Aktion.

Gastgeber der Auftaktveranstaltung in NRW war Jochen Bock, Geschäftsinhaber des Ford Center Soest Autohaus Kamen GmbH, der mit seinem Team einen Licht-Test vor Ort durchführte und eine korrekte Beleuchtung vorstellte.

Auch wenn es sicherlich mehrere Gründe für Unfälle in den Herbst- und Wintermonaten gibt, seien doch nicht selten schlechte Sichtbedingungen schuld daran. „Lassen Sie die Beleuchtung Ihrer Fahrzeuge jetzt bei einem der kostenlosen Licht-Tests überprüfen“, rief Reul zur Teilnahme auf. „Sehen und gesehen werden ist beim Autofahren lebenswichtig“, so der Innenminister.

Das bekräftigte Peter Schlanstein: „Neben den Pkw-Fahrern sollten auch die Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer dazu beitragen, dass sie in der dunklen Jahreszeit besser gesehen werden.“ Außer funktionierendem Licht seien für diese Zielgruppen reflektierende Elemente an Kleidung und Fahrzeug zu empfehlen. „Immer aufs Neue erinnern wir die Verkehrsteilnehmenden damit an ihre Verantwortung für sich und andere“, so Schlanstein.

Licht-Test umfasst acht Checks

Der Kfz-NRW-Präsident Frank Mund erläuterte, wie der Licht-Test abläuft: „Acht Bestandteile der Fahrzeugbeleuchtung werden auf Funktion und richtige Einstellung geprüft.“ Der Weg in die Kfz-Werkstatt lohne sich. Denn nur dort könne die korrekte Funktion der Beleuchtungsanlage wieder hergestellt werden.

Mund: „Dieser Service ist grundsätzlich kostenlos. In unseren Werkstätten kommen nur dann Kosten auf die Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter zu, wenn Ersatzteile eingebaut oder umfangreiche Einstellarbeiten vorgenommen werden müssen.“

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In einer Live-Verkehrskontrolle der Polizei Soest konnten Autofahrende auf defekte Beleuchtung hingewiesen und über die startende Aktion informiert werden. Um die Öffentlichkeit über die Aktion zu informieren, wird sie nicht nur online und auf Social-Media-Kanälen beworben, sondern auch offline. Viele Verkehrswachten machen über den gesamten Aktionszeitraum mit Spannbändern, Plakaten und auf verschiedenen Medienkanälen auf die Aktion aufmerksam.

Verkehrsminister Althusmann gibt in Niedersachsen das Startzeichen

Auch in Niedersachsen und Bremen heißt es: „Gut sehen! Sicher fahren!“ Gemeinsam mit dem niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Bernd Althusmann, warb Karl-Heinz Bley, Präsident und Landesinnungsmeister des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen, für die Aktion. Ziel müsse es bleiben, die Autofahrerinnen und Autofahrer für ein höheres Sicherheitsbewusstsein zu sensibilisieren, betonten beide.

Licht-Test-Start auch in Schleswig-Holstein und Bayern

Auch in Schleswig-Holstein werben die Kfz-Betriebe für den Licht-Test. Gemeinsam mit dem Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen gab Jan-Nikolas Sontag das Startzeichen. „Das Verkehrsministerium ist sehr dankbar für das Engagement der Kfz-Betriebe. Sie machen deutlich, wie wichtig es für Autofahrerinnen oder Autofahrer ist, dem einwandfreien technischen Zustand ihres Fahrzeugs besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Scheinwerfer und Leuchten sind elementar für die Sicherheit im Straßenverkehr. Der Licht-Test ist deshalb ein Check, der Leben retten kann“, betonte Madsen die Aktion.

Licht-Test-Start in Bayern: Den Startschuss für die große Aktion für mehr Verkehrssicherheit gaben Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Schirmherr der Aktion in Bayern, und Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern.

„Das Motto des traditionellen ‚Licht-Tests‘ lautet heuer ‚Gut sehen, sicher fahren!‘. Das ist gerade im Herbst und Winter besonders wichtig. Nur wer mit voll funktionsfähigem Licht unterwegs ist, der sieht, wo die Fahrt hingeht – und wird gleichzeitig auch von den anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern gesehen. Das Kraftfahrzeuggewerbe trägt deshalb mit dem ‚Licht-Test‘ ganz wesentlich zur Sicherheit auf Bayerns Straßen bei“, sagte Verkehrsminister Bernreiter.

Als Schirmherr dankte er den oftmals noch familiengeführten Kfz-Innungsbetrieben für die Durchführung des Licht-Tests. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer liege dem bayerischen Kraftfahrzeuggewerbe sehr am Herzen, betonte Vetterl.

Und: „Trotz der aktuell großen Belastungen unserer mittelständischen Kfz-Innungsbetriebe durch Energiekrise und Inflation bieten wir deshalb auch heuer wieder den ‚Licht-Test‘ für alle Verkehrsteilnehmer an. Denn jedes richtig beleuchtete Fahrzeug erhöht die Sicherheit", so Vetterl.

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