Faraday Future zeigt deutschen Ex-Manager wegen Daten-Klau an

Neuer Ärger beim E-Start-up

| Autor: Christoph Seyerlein

Stefan Krause war Finanzchef bei Faraday Future.
Stefan Krause war Finanzchef bei Faraday Future. (Bild: Faraday Future)

Der Streit zwischen Faraday Future und Stefan Krause geht in die nächste Runde. Laut der US-Tech-Seite „The Verge“ hat das Elektroauto-Start-up seinen ehemaligen Finanzchef nun wegen Datendiebstahls angezeigt.

Ex-BMW-Manager Krause hatte Faraday Future vergangenen Herbst verlassen. Er selbst sagte, dass er im Oktober gekündigt habe, Faraday selbst will Krause dagegen erst später rausgeschmissen haben. Anfang November hat Krause sein eigenes Start-up „Evelozcity“ gegründet.

Faraday Future wirft ihm nun vor, bereits an seinem eigenen Unternehmen gearbeitet zu haben, während er eigentlich noch Angestellter bei der chinesisch-kalifornischen Firma war. Faraday vermutet, dass Krause Betriebsgeheimnisse für den Aufbau von Evelozcity missbraucht hat.

Ein Mitarbeiter von Evelozcity wies die Vorwürfe im Gespräch mit „The Verge“ zurück: „Wir setzen nicht auf Technik von Faraday Future und brauchen sie auch nicht.“ Man werde zu gegebener Zeit auf die „falschen Anschuldigungen“ antworten.

Faraday verdächtigt mehrere Ex-Mitarbeiter

Faraday Future geht dem Bericht zufolge sogar soweit, dass Krause ehemalige Mitarbeiter des Start-ups angestiftet haben soll, Daten zu stehlen und an Evelozcity weiterzugeben. In dem Zusammenhang fiel auch der Name des ehemaligen Ford- und Faraday-Managers Bill Strickland. Auch Christoph Kuttner und Sohel Merchant, die beide von Faraday Future zu Evelozcity übergelaufen sind, werden von Faraday beschuldigt.

Faraday Future hatte zuletzt vor allem mit angeblichen Geldproblemen Schlagzeilen gemacht. Außerdem sind dem Start-up mehrfach Topmanager davon gelaufen, neben Krause hatte beispielsweise mit Technik-Chef Ulrich Kranz ein weiterer Ex-BMW-Mann das Unternehmen im vergangenen Herbst verlassen.

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