FCA und Honda kämpfen gegen gefährliche Takata-Airbags

Honda will Aktionen endgültig abschließen

| Autor: Niko Ganzer

Die Rückrufe wegen problematischer Takata-Airbags werden fortgesetzt. Dieses Mal bei FCA und Honda.
Die Rückrufe wegen problematischer Takata-Airbags werden fortgesetzt. Dieses Mal bei FCA und Honda. (Foto: Honda)

In der unendlichen Geschichte um gefährliche Airbags des japanischen Zulieferers Takata gibt es zwei weitere Kapitel. Protagonisten sind diesmal Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und Honda. Sprecher der deutschen Geschäftsbereiche beider Konzerne bestätigten auf Anfrage Rückrufe für diverse Marken und Baureihen.

Bei FCA geht es hierzulande den Angaben zufolge um 5.628 Fahrzeuge vom Typ Jeep Wrangler, Dodge Challenger, Charger, Dakota und Ram, sowie Chrysler 300 und 300C. Sie stammen aus dem Bauzeitraum 29. April 2009 bis 17. September 2016 und erhalten im Rahmen eines 2,5-stündigen Werkstattaufenthalts einen neuen Beifahrer-Airbag. Der Aktionscode für alle Maßnahmen lautet übereinstimmend „V01“.

Bei etwa 40.000 Honda Accord, City, Civic, CR-V, Insight, Jazz, FRV, Element, Legend, Odyssey, Pilot und Stream „wurde der Airbag-Inflator von Takata bereits im Rahmen einer früheren Rückrufaktion ausgetauscht und durch einen Inflator derselben Bauart des Herstellers Takata ersetzt“, hieß es aus der deutschen Pressestelle der Japaner. Nun tauschen die Vertragsbetriebe diese Takata-Gasgeneratoren nochmals gegen Teile eines anderen Herstellers aus. Mit den Aktionscodes „6CE“, „6DE“, „6EE“, „6XH“ und „6ZT“ sei die Rückrufserie für diese Fahrzeuge nun endgültig abgeschlossen, betonte der Sprecher.

Das dürfte aber sicher nicht für alle Hersteller gelten. Bekanntlich haben fast alle namhaften Autobauer diese potenziellen Splitterbomben in ihren Fahrzeugen verbaut und sind immer noch weit von einer vollständigen Beseitigung entfernt. Allein FCA und Honda mussten bzw. müssen 1,6 bzw. drei Millionen Fahrzeuge umrüsten. Laut jüngsten Zahlen der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) sind auch fünf Jahre nach der ersten Rückrufaufforderung durch die Behörde immer noch gut 30 Prozent aller betroffenen Airbags in den Vereinigten Staaten nicht entschärft.

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