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David Finest Sports Cars Freier Sportwagenhändler bezieht ehemaliges Willy-Tiedtke-Autohaus

Autor: Jakob Schreiner

Porsche, Ferrari und Mercedes statt Audi: In ein ehemaliges Terminal des insolventen Hamburger Volkswagen-Partners Willy Tiedtke hat sich David Finest Sports Cars eingemietet. Warum sich der freie Händler für den nicht ganz günstigen Standort entschieden hat.

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Vor der für Audi-Showrooms typischen Avus-Kurzve präsentiert David Finest Sports Cars künftig exklusive Sportwagen.
Vor der für Audi-Showrooms typischen Avus-Kurzve präsentiert David Finest Sports Cars künftig exklusive Sportwagen.
(Bild: David Finest Sports Cars)

Die Insolvenz des traditionsreichen Volkswagen-Partners Willy Tiedtke vor zwei Jahren hatte in der Kfz-Branche hohe Wellen geschlagen. Seitdem stand das ehemalige Audi-Terminal von Tiedtke am Hauptstandort am Friedrich-Ebert-Damm 118 in Hamburg-Wandsbek leer. Jetzt hat sich der freie Autohändler David Finest Sports Cars eingemietet und das Gebäude bezogen, wie das Unternehmen am Dienstag mitgeteilt hat.

Statt der aktuellen Modelle aus Ingolstadt sind dort jetzt allerhand Sport- und Luxuskarossen vor der Audi-typischen Avus-Kurve in Szene gesetzt, auf deren Vertrieb und Wartung sich das 2017 gegründete Unternehmen spezialisiert hat. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Marken Porsche und Ferrari. Die rund 2.000 Quadratmeter des Showrooms bieten Platz für über 40 Fahrzeuge. „Uns haben die gute Lage und die bereits vorhandene Gebäudeausstattung überzeugt“, begründet Geschäftsführer Benjamin David auf Nachfrage von »kfz-betrieb« die Entscheidung.

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Während sich im Ausstellungsraum auf den ersten Blick nur wenig verändert hat, musste das ehemalige Teilelager einer voll ausgestatteten Werkstatt weichen. Dort stehen jetzt auf etwa 900 Quadratmetern sechs Hebebühnen für den Service an den Luxusautos zur Verfügung. Das Unternehmen möchte aber auch für die Alltagsfahrzeuge seiner Kunden Wartungen und Inspektionen zu einem fairen und realistischen Preis anbieten, heißt es in der Mitteilung. Außerdem wurde die Auslieferungshalle in einen Arbeitsplatz zur Fahrzeugaufbereitung umgewandelt. Insgesamt hat David etwa 500.000 Euro in die Umbaumaßnahmen am Gebäude investiert.

Zehn Mitarbeiter vor Ort

Neben dem An- und Verkauf sowie der Wartung und der Aufbereitung der Fahrzeuge sucht das markenunabhängige Unternehmen im Kundenauftrag nach bestimmten Fahrzeugen und bietet dazu passend Leistungen rund um die Themen Beratung, Finanzierung, Leasing sowie Versicherung der teils exklusiven Fahrzeuge an. Außerdem gibt es für die Kundschaft die Möglichkeit, ihr Fahrzeuge einzulagern. Für bis zu 50 Autos ist ein Stellplatz vorhanden. Auf Wunsch kümmern sich die Mitarbeiter dann auch um Karosseriearbeiten, Keramikversiegelungen und regelmäßige Checks.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 100 Fahrzeuge verkauft, bis zum Beginn des vierten Quartals 2020 sind es laut Unternehmensangaben 85 Einheiten gewesen. Am Standort sind zurzeit zehn Mitarbeiter beschäftigt. Zum Jahresende soll ein weiterer dazukommen.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik