Gefahren: Das Vier-Augen-Prinzip des Skoda Octavia

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Kassenschlager dürfte weiterhin der 110 kW/150 PS starke 2.0 TDI sein, der ab 26.250 Euro erhältlich ist. Dass seine 340 Newtonmeter Drehmoment mit dem 1,3 Tonnen schweren Tschechen keine großen Probleme haben, liegt auf der Hand. In kurzweiligen 8,4 Sekunden schubst er die Limousine auf Tempo 100, maximal sind 218 km/h drin; der Kombi ist nur marginal langsamer. Auf dem Papier glänzt das Kraftpaket mit einem vorbildlichen Verbrauch von 4,3 Litern je 100 Kilometer. Hat man aber einmal Spaß am Diesel-Wumms gefunden und fordert den Vierzylinder regelmäßig zu knackigen Zwischensprints und flotten Ampelstarts heraus, schnellt der Wert freilich in die Höhe.

Das gilt auch für den Dreizylinder-Benziner, der mit 4,8 Litern Normverbrauch die Ottos anführt. Allein die Drehfreude des 85 kW/115 PS starken Turbo-Motors, der trotz seines geringen Hubraums mit immerhin 200 Newtonmeter Drehmoment aufwartet, macht es aber schwer, den rechten Fuß zurückzuhalten. Allerdings muss man den kernigen Klang des Einliter-Motörchens mögen, denn – das gilt für alle Aggregate – ausgesprochen gut gedämmt ist der Octavia auch nach dem Facelift nicht.

Skoda Octavia: Lifting für das Volumenmodell
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Neben den Geräuschen, dringt auch die Unbill manch schlechter portugiesischer Landstraße in den Innenraum: Auf unerwartete Anregungen durch kleine Schlaglöcher oder Querfugen reagiert der Octavia manchmal etwas harsch. In Summe aber präsentiert sich das neu abgestimmte Fahrwerk deutlich ausgewogener als bisher und federt die meisten Unebenheiten einfach geschmeidig weg. Für 920 Euro lässt sich der Unterbau zukünftig außerdem nachjustieren, die adaptive Dämpferregelung hält die bekannten Modi Comfort, Normal und Sport bereit.

Nachgerüstet hat Skoda natürlich auch bei den Fahrassistenten. Jetzt überwacht der Octavia auch den Querverkehr, vermeidet beim Rangieren Parkrempler und ein Lenkassistent hilft beim Rückwärtsfahren mit Gespann – mit bis zu zwei Tonnen Anhängelast empfiehlt sich der Allrad-Diesel schließlich auch als Zugmaschine. Solche Funktionen übrigens wird man bei Skoda in nicht allzu ferner Zukunft auch nachträglich zu buchen können: „Wenn Sie dann mit dem Wohnwagen in den Urlaub fahren können Sie für einen bestimmten Betrag die Funktion freischalten“, erklärt Drábek. „So werden Sie dann zum König auf dem Campingplatz.“

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