Gefahren: Ford Tourneo Courier

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Reisen mit reichlich Raum für die ganze Familie und großes Freizeitgepäck? Kastenwagen bieten hier Platz für wenig Geld. Ford rundet nun seinen Kastenwagen-Clan nach unten ab.

Der neue Ford Tourneo Courier ist ab 15.150 Euro erhältlich.
Der neue Ford Tourneo Courier ist ab 15.150 Euro erhältlich.
(Foto: Ford)

Eigentlich sollte alles ganz einfach und übersichtlich sein. Die Modellbezeichnung „Transit“ kennzeichnet die Ford-Nutzfahrzeuge und „Tourneo“ steht für die jeweiligen Pkw-Ableitungen. Wenn aber im Juni mit dem Tourneo Courier die mittlerweile vierte und mit 4,16 Meter Länge kompakteste Kastenwagen-Kollektion bei den deutschen Ford-Händlern Premiere feiert, dürfte die bei nicht wenigen Kunden und sogar Händlern bereits vorhandene Verwirrung nur größer werden. Deshalb hier noch einmal die komplette Palette an Pkw-Derivaten des Transit von unten nach oben: Tourneo Courier, Tourneo Connect, Tourneo Custom und Transit Personentransporter. Letztgenannter ist offenbar zu sehr Nutzfahrzeug, um mit dem Tourneo-Signet geadelt zu werden.

Zurück zum kleinen Courier, der in gleich mehreren Disziplinen Klassenbester ist: So kostet er als Benziner ab 15.150 Euro und damit weniger als seine vergleichbar großen Rivalen, die Drillinge Citroen Nemo Multispace, Fiat Qubo und Peugeot Bipper Tepee. Nur die zudem größeren Skoda Roomster und Dacia Dokker sind wieder einmal die Allerbilligsten.

Ford Tourneo Courier: Kleiner Kasten, kleine Kosten
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Nicht so beim Verbrauch. Hier trägt der Ford die Krone des größten Knausers und das mit gleich mehreren Antrieben. Der 55 kW/75 PS leistende 1,5-Liter-Diesel (ab 16.100 Euro) gönnt sich gerade einmal 3,9 Liter laut Normzyklus mit optionalem Stopp-Start-System, während der 70 kW/95 PS kräftige 1,6-Liter-Selbstzünder (ab 16.900 Euro) mit 4,0 Liter zufrieden ist. Allerdings lässt sich der CO2-Wert bei diesem Motor sogar auf 97 g/km ( 3,7 Liter Verbrauch) drücken, wenn die Optionen Stopp-Start und Geschwindigkeitsbegrenzer auf 100 km/h geordert werden.

Das meiste Temperament liefert übrigens der besonders kostengünstige Dreizylinder-Benziner, dessen 74 kW/100 PS für eine Höchstgeschwindigkeit von 173 km/h gut sind und sich dennoch mit 5,2 bis 5,4 Liter Normverbrauch zufrieden geben.

Weitere Bestmarken seiner Fahrzeugkategorie setzt der fünfsitzige Tourneo Courier in allem, was Familien besonders wichtig ist: Raumangebot, Komfort und Sicherheit. Schon der Einstieg in den Fond durch die besonders weit öffnenden hinteren Schiebetüren fällt leichter als bei den französischen und italienischen Rivalen. Allerdings nicht leichter als bei einem hausinternen Wettbewerber, der sogar auf die B-Säule verzichtet: Dem Kompaktvan Ford B-Max.

Platz für kleines Umzugsgut und großes Sportgerät

Dafür muss der B-Max dann bei der Gepäckraumgröße passen. Die üppigen 708 Liter des Courier können auf 1.656 Liter erweitert werden und reichen dann sogar für kleines Umzugsgut und großes Sportgerät. Sind allerdings alle Mitfahrerplätze umgelegt, findet der Ford dennoch seine Meister: Citroen, Peugeot und Fiat bieten dann 2.500 Liter Stauraum. Was der Ford geschickt kontern kann, denn den Reisekomfort des Courier erreichen sonst nur Vans und Limousinen.

Angefangen von einer Kopffreiheit, die selbst für Zwei-Meter-Riesen mit Zylinder genügen würde und einem Beinraum im Fond, der an Langversionen von Limousinen erinnert. Auch die relativ gut gedämmten Fahrgeräusche erinnern erst bei höherem Autobahntempo an die Transporterabstammung des Tourneo Courier.

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