Gefahren: Kia Ceed – unaufgeregter Kompakter mit vielen Talenten

Autor: Andreas Wehner

Kia hat seinen Golf-Konkurrenten Ceed erneuert. Die dritte Generation des Kompaktwagens kommt optisch recht unaufgeregt daher, hat aber das eine oder andere technische Highlight zu bieten.

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Der neue Kia Ceed kostet mindestens 15.990 Euro.
Der neue Kia Ceed kostet mindestens 15.990 Euro.
(Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Mit dem Start des Ceed machte Kia Anfang 2007 einen Riesenschritt in Richtung Europa. Der Golf-Konkurrent war das erste Fahrzeug, das die Koreaner speziell für den europäischen Markt entwickelt und in Europa gebaut haben. Und er wurde zum Erfolgsmodell. Jetzt kommt die dritte Generation auf den Markt.

Der Ceed ist der bislang meistverkaufte Kia in Deutschland. 150.000 Einheiten des Kompaktwagens haben die Koreaner bereits an deutsche Kunden ausgeliefert. Aktuell steht allerdings der Sportage mit einem Anteil von 20,3 Prozent der Gesamtverkäufe an der Spitze der Kia-Bestsellerliste (Jan. – Mai 2018). Der Ceed liegt mit deutlichem Abstand auf Platz zwei und kommt auf 14,5 Prozent.

Kia Ceed: Unaufgeregter Kompakter mit vielen Talenten
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Nichtsdestrotrotz ist Kia-Deutschland-Geschäftsführer Steffen Cost mit dem Abverkauf des bisherigen Modells sehr zufrieden. Der neue Ceed soll sich wieder zum meistverkauften Kia-Modell aufschwingen. „Wir sind überzeugt, dass sich der Ceed wieder zu unserem Topseller entwickeln wird, sobald die Modellfamilie komplett ist“, sagte Cost, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Dabei kommt der neue Ceed vor allem optisch sehr unaufgeregt daher. Der Kompaktwagen war noch nie Kias Auto für Experimente, und die neue Generation ist es weniger denn je. Fast schon bieder wirkt das Design. Selbst die eigenwillige Schreibweise „cee’d“ haben die Koreaner aufgegeben. Der Apostroph ist weg und das Modell schreibt sich jetzt ganz offiziell mit großem C. Schluss mit dem letzten bisschen Extravaganz.

Erstmals mit Stauassistent

Stattdessen hat man sich auf andere Werte konzentriert. Und die sind vor allem technischer Natur. Kia bietet das eine oder andere Ausstattungsdetail, das in der Kompaktklasse noch nicht selbstverständlich ist. Dazu gehört beispielsweise der optionale erhältliche Stauassistent. Er ermöglicht teilautonomes Fahren bis Tempo 130. Kommt man der Seitenmarkierung zu nahe, lenkt er automatisch zurück in die Spur. Zudem fährt er im Stop-and-Go automatisch wieder an. Allerdings müssen die Hände am Lenkrad bleiben. Serienmäßig an Bord ist ein Frontkollisionswarner mit Notbremsassistent, ein aktiver Spurhalteassistent, ein Tempomat, ein Fernlichtassistent und ein Müdigkeitswarner. Gegen Aufpreis gibt es außerdem einen Spurwechselassistenten, einen Querverkehrwarner und eine Verkehrszeichenerkennung.

Auch was die Qualitätsanmutung angeht, ist der Ceed inzwischen weit vorne in seiner Klasse. Das wird vor allem im Innenraum deutlich. Zumindest in den höheren Ausstattungsvarianten braucht der Koreaner den Vergleich mit den deutschen Wettbewerbern – selbst aus dem Premiumbereich – nicht zu scheuen. Auch in Sachen Komfortausstattung hat der Ceed einiges zu bieten: Die Rücksitze sind beheizbar, die Vordersitze sogar mit Belüftung bestellbar. Eine beheizbare Frontscheibe ist ebenso erhältlich wie eine automatische Einparkhilfe.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«