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Gefahren: Kia Proceed – viel Platz, viel Spaß

| Autor: Andreas Wehner

Und noch ein Kombi: Mit dem neuen Proceed bringt Kia in der Kompaktklasse zusätzlich zum Sportswagon einen Shooting Brake, der einen großen Kofferraum mit sportlichem Design und sportlichen Fahrleistungen kombinieren soll. Wir haben uns angeschaut, wie gut das funktioniert.

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Der neue Kia Proceed startet am 19. Januar.
Der neue Kia Proceed startet am 19. Januar.
(Bild: Kia)

Der Dreitürer ist passé: Nachdem sich immer weniger Kunden in der Kompaktklasse für ein dreitüriges Coupé interessieren, bietet Kia das Modell in der neuen Generation des Ceed nicht mehr an. Doch der Proceed bleibt im Portfolio – nur hat er jetzt fünf Türen und einen dicken Hintern. Als Shooting Brake soll er künftig einen großen Teil dazu beitragen, dass der Ceed 2019 die meistverkaufte Baureihe in der Kia-Palette wird.

Das Konzept des Shooting Brake ist bekanntlich nicht neu, aber auch nicht unbedingt häufig auf den Straßen zu sehen – und wenn, dann eher bei Premiumfahrzeugen. In der Kompaktklasse hat Mercedes beim CLA ebenfalls einen Zwitter aus Kombi und Coupé im Programm. Bei Kia hat man sich vorgenommen, das Konzept auch im Volumenbereich zum Erfolg zu führen.

Kia Proceed – viel Platz, viel Spaß
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Dabei haben sich die Entwickler jedoch klar nach oben orientiert. Der Proceed ist nur in den beiden sportlich-hochwertigen Ausstattungslinien der Koreaner erhältlich: Es gibt ihn in der Version GT Line mit 140-PS-Benziner für 27.690 Euro oder mit 136-PS-Diesel für 29.590 Euro. Für den Proceed GT mit dem 204 PS starken 1,6-Liter-Benziner müssen Kunden mindestens 31.190 Euro beim Kia-Händler lassen. Wer statt des Sechs-Gang-Handschalters ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe haben möchte, muss jeweils noch 2.000 Euro drauflegen.

Kia-Deutschland-Geschäftsführer Steffen Cost rechnet damit, dass sich 10 Prozent der Proceed-Käufer für einen Diesel entscheiden werden. Die übrigen 90 Prozent dürften jeweils zur Hälfte einen der beiden Benziner bestellen. Der Proceed ist Costs Ansicht nach in diesem Jahr für 25 Prozent der gesamten Ceed-Verkäufe gut, 25 Prozent sollen auf den Kombi Sportswagon entfallen und die restlichen 50 Prozent auf den Fünftürer.

Recht großer Kofferraum

Die Absicht, Sportlichkeit mit Nutzwert zu verbinden, ist beim Proceed gut gelungen. Der Gepäckraum fasst 594 Liter. Das sind zwar 31 weniger als im Sportswagon, aber im Klassenvergleich immer noch ein guter Wert. So bieten beispielsweise die Kombiversionen von Seat Leon (580 Liter), Renault Megane oder Opel Astra (beide jeweils 540 Liter) weniger Platz. Die Rücksitzbank ist im Verhältnis 40:20:40 teilbar, sodass man auch einmal einen langen Gegenstand in der Mitte durchladen kann.

Serienmäßig hat der Proceed ein Gepäckraum-Trennsystem und – in der GT-Version – eine sensorgesteuerte Heckklappe an Bord. Sie öffnet sich automatisch, wenn man mit dem Schlüssel in der Tasche ein paar Sekunden hinter dem Auto steht. Für die Variante GT-Line ist sie optional erhältlich.

Die Passagiere müssen aufgrund der niedrigen Dachlinie zwar bei der Kopffreiheit Abstriche machen, sitzen jedoch auch hinten nicht beengt. In Sachen Schulter- und Beinfreiheit sind die Werte vorne identisch mit denen des Ceed Sportswagon, auf der Rückbank sind es jeweils ein paar Millimeter weniger.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«