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Gefahren: Toyota GR Supra – Rückkehr der Sportlegende

Autor: Julia Mauritz

Im August rollen die ersten Exemplare des japanischen Sportwagens in den Handel. Für 62.900 Euro bekommen die Käufer einen Zweisitzer, der sich nicht nur auf der Rennstrecke wohlfühlt.

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Im August werden die ersten Toyota GR Supra bei den Händlern ausgeliefert.
Im August werden die ersten Toyota GR Supra bei den Händlern ausgeliefert.
(Bild: Harry Dawo/Toyota)

17 lange Jahre hat es gedauert, bis Toyota seinem legendären Supra wieder neues Leben eingehaucht hat. Im August rollt die fünfte Generation des reinrassigen Sportwagens offiziell in die Schauräume der deutschen Händler.

Doch wer den 250 kW/340 PS starken Zweisitzer kauft, der aus einer Kooperation mit BMW entstammt, muss viel Geduld mitbringen, ehe er mit seinem mindestens 62.900 Euro teuren Traumauto vom Hof fahren kann: Die für den deutschen Markt auf 300 Einheiten limitierte 2019-Produktion war quasi sofort ausverkauft. Wer jetzt ein Exemplar des Sportwagens bestellt, bekommt ihn nach Auskunft eines Pressesprechers von Toyota zum Jahresende. 2020 entspannt sich die Lage ein wenig. Dann steigt das jährliche Produktionsvolumen im Grazer Magna-Steyr-Werk auf 9.000 Einheiten, sodass dem deutschen Markt ab 2020 rund 1.000 Supra-Exemplare zur Verfügung stehen werden.

Toyota GR Supra: Rückkehr der Sportlegende
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Das Warten lohnt sich auf jeden Fall: Optisch ist der Sportwagen dank seines kurzen Radstands, seiner breiten Spur, den großen Rädern, seines Double-Bubble-Dachs, der langen Motorhaube und vor allem des außergewöhnlichen, hochgezogenen Hecks ein echter Hingucker. Während die langgezogene Front und die seitliche Linienführung eine Reminiszenz an den kultigen Supersportwagen Toyota 2000 GT sind, der zwischen 1967 und 1970 nur 351 Mal gebaut wurde, ist das Heck an die vierte Supra-Generation Mk. IV angelehnt. Letztere war knapp zehn Jahre, von 1993 bis 2002, auf dem Markt und spielte im Kultfilm „Fast and Furious“ eine automobile Hauptrolle.

In 4,3 Sekunden auf Tempo 100

Was den Fahrspaß angeht, sprechen schon die technischen Daten für sich: Der 4,38 Meter lange Zweisitzer mit Heckantrieb, der in puncto Karosseriesteifigkeit sogar den Supersportwagen Lexus LFA in den Schatten stellt, hat einen spritzigen Drei-Liter-Reihensechszylinder mit Turboaufladung aus dem Hause BMW unter der Motorhaube. Dieser beschleunigt den Sportwagen im Sportmodus mit einem satten, allerdings nicht übertrieben lauten Röhren in 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Schluss ist erst bei 250 km/h.

Serienmäßig mit verbaut sind ein adaptives Fahrwerk und ein aktives Differenzial. Letzteres regelt je nach Fahrsituation die Kräfte zwischen den Rädern – von null bis hundert Prozent. Vor allem in engen Kurven, in denen man stark bremsen und wieder herausbeschleunigen muss, kommen dessen Vorteile zum Tragen: Dann liegt der Supra, bei dem die Entwickler das Gewicht zu 50 Prozent auf die Vorderachse und zu 50 Prozent auf die Hinterachse verteilt haben, schön stabil auf der Straße und macht einfach nur Spaß. Schalten lässt sich der Supra wahlweise über ein schnelles Achtgang-Automatikgetriebe, das seine schwierige Aufgabe souverän meistert, oder für die Puristen via Schaltwippen. Hochleistungsbremsen sorgen dafür, dass der Zweisitzer sicher zum Stehen kommt.

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Über den Autor

 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Stv. Ressortleiterin