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Glinicke investiert Millionen in Kasseler Autohäuser

| Autor: Andreas Grimm

In Kassel verschafft sich die Glinicke-Gruppe durch einen Neubau Platz für gleich vier Marken. Auslöser war die Umsetzung der CI für Jaguar Land Rover. Davon sollen auch Peugeot, Seat, Alfa und Jeep profitieren.

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Die Glinicke-Gruppe hat in Kassel in der Leipziger Straße ein neues Autohaus für Jaguar und Land Rover gebaut.
Die Glinicke-Gruppe hat in Kassel in der Leipziger Straße ein neues Autohaus für Jaguar und Land Rover gebaut.
(Bild: Jaguar Land Rover)

Die Glinicke-Gruppe hat ihren Jaguar-Land-Rover-Auftritt in Kassel deutlich vergrößert. Der seit 2011 betriebene Standort in der Leipziger Straße war angesichts des Volumen- und Modellwachstums der britischen Marken zu klein geworden. Mitte Juni ist die Repräsentanz nun einen Steinwurf weiter umgezogen in ein neu errichtetes 2.300 Quadratmeter großes Gebäude. Investiert hat der Mehrmarkenhändler dafür rund sechs Millionen Euro.

Optisch entstand in den zurückliegenden 14 Monaten ein Haus, das dem „Arch“ (deutsch: „Bogen“) genannten Designkonzept folgt und den Premiummarken einen einheitlichen Markenauftritt ermöglichen soll. Platz genug zur Verwirklichung hatte die Gruppe, das Grundstück ist 14.000 Quadratmeter groß, davon nutzt der Neubau gut die Hälfte (8.000 qm). Von der überbauten Fläche werden gut über 1.000 Quadratmeter für den Showroom mit 14 Ausstellungsfahrzeugen genutzt (inklusive Empfang, Verkäuferarbeitsplätze und Wartezone) sowie für den Service- und Teiledienst.

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Die Werkstatt beansprucht 1.100 Quadratmeter. Sie ist mit elf Arbeitsplätzen mit Hebebühnen sowie zwei Aufbereitungsplätzen und einer betriebsinternen Waschanlage ausgerüstet. Von diesem Gebäudeteil zugänglich sind in der Galerieebene ein zweigeschossiges Teilelager, die Technikräume sowie der Sozialbereich für die Werkstattmitarbeiter und ein Archiv.

Für die Glinicke-Gruppe löst der Neubau allgemein Platzprobleme für das vertretene Markenportfolio in Kassel. In den bisherigen Jaguar-Land-Rover-Standort zieht die Peugeot-Vertretung ein, die bislang im nahegelegenen VW-Autohaus Hessenkassel untergebracht war. Dieser Platz wiederum wird künftig für die Präsentation der Marke Seat genutzt. Und auch am neuen Standort gehen die Bauarbeiten weiter. Dort soll im Jahr 2021 ein weiteres Haus für die Marken Alfa und Jeep den Betrieb aufnehmen. Die beiden FCA-Marken hatte die Gruppe im vergangenen Jahr ins Portfolio aufgenommen.

Jaguar Land Rover über Jahre entwickelt

Mit Jaguar Land Rover ist die Glinicke-Gruppe seit dem Jahr 2005 aktiv. Neben dem nun erneut umgezogenen Standort Kassel hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren auch in Göttingen und Frankfurt neue Häuser für die britischen Edelmarken eröffnet. Mit dem Neubau folgen nun alle Standorte der aktuellen CI der britischen Marken. Entsprechend „ist Glinicke unser Partner der Zukunft“, zitiert die Lokalpresse Jan-Kas van der Stelt, Geschäftsführer von Jaguar Land Rover Deutschland, anlässlich der Autohaus-Eröffnung.

Darauf hofft natürlich auch die Glinicke-Gruppe, einer der größten Autohändler in Deutschland. Man habe in Jaguar und Land Rover investiert, weil sich die Marken dynamisch entwickeln, sagte Carsten Bachmann, Gesamtvertriebsleiter bei Glinicke. „Der Neubau wird uns in allen Bereichen noch einmal beflügeln.“

Damit das gelingt, arbeiten in Kassel 30 Mitarbeiter und vier Auszubildende an der Abwicklung der Kundenaufträge. Chef des Hauses ist Thorsten Döring. Er hat mit dem Umzug die Verantwortung von Heinrich Morgenstern übernommen, der wiederum bereits seit 2005 die Entwicklung der britischen Marken für Glinicke in Kassel entwickelte.

Die Glinicke-Gruppe blickt auf eine bald 90-jährige Geschichte zurück. Lange Zeit ein reiner VW-Partner vertritt das Unternehmen inzwischen auch Alfa, Audi, Fiat Professional, Hyundai, Jaguar, Jeep, Land Rover, Peugeot, Porsche, Seat (mit Cupra) und Skoda. Im vergangenen Jahr vermarktete Glinicke mit 1.600 Mitarbeitern etwa 28.000 Neu- und Gebrauchtwagen.

(ID:46015886)

Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«