IFA-Branchengipfel 2026
Retail-Forum: So wollen die „Big Retail Ones“ wieder Geld verdienen
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Die Umsatzrenditen im Autohandel liegen bei gut einem Prozent. Beim IFA-Branchengipfel in Nürtingen diskutierten vier Handelsunternehmer im Retail-Forum, wie sich das ändern lässt. Die Rezepte reichen von Konsolidierung über Plattformlogik bis zum Einstieg in den Fahrzeugbau. Von den Herstellern wünschen sie sich vor allem mehr Freiheit.
Beim IFA-Branchengipfel 2026 hat das Retail-Forum gezeigt, wie unterschiedlich die großen Handelsgruppen auf Druck und Transformation reagieren. Prof. Dr. Benedikt Maier, stellvertretender Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA), diskutierte mit Christian Lindner (Vorstand Autoland AG), Peter Schäfer (Geschäftsführer KreuterMedeleSchäfer), Jörg Senger (geschäftsführender Gesellschafter Senger-Gruppe) und Martijn Storm (Sprecher des Vorstands Fahrzeugwerke Lueg AG).
Profitabilität: Branche an der Grenze des Geschäftsmodells?
Maier eröffnete mit einer Bestandsaufnahme: In diesem Jahr seien vor allem große Handelsgruppen von Insolvenzen betroffen, die Umsatzrenditen lägen knapp über einem Prozent. Die Branche befinde sich in der Transformation, und möglicherweise stoße ein Geschäftsmodell an Grenzen. Christian Lindners These dazu lautet: Die Zukunft liegt in der Plattformlogik und nicht mehr im Handwerk. Das bedeute Industrialisierung, Datensteuerung und Zentralisierung von Einkauf, Aufbereitung, Marketing und Lead-Management. Künstliche Intelligenz könne bei Sourcing, Pricing in Echtzeit und Mediasteuerung zusätzliche Rendite bringen. Die freie Autohandelskette Autoland wolle wieder eine zweistellige Umsatzrendite erreichen. Handelsgruppen könnten die Plattformlogik mit der physischen Präsenz vor Ort verbinden.
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