Händlerzufriedenheit: Porsche vorneweg, Nissan ganz hinten

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Andreas Wehner

Trotz der teils massiven Turbulenzen in den Fabrikatsnetzen hat sich die durchschnittliche Zufriedenheit der deutschen Markenhändler 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Beim Markenmonitor 2018 gab es vor allem auf den hinteren Plätzen Bewegung.

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(Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

Nachdem sich beim Markenmonitor im vergangenen Jahr zwischenzeitlich Mercedes an die Spitze des Fabrikatsrankings gesetzt hatte, zeigten sich in diesem Jahr wieder die Porsche-Händler am zufriedensten mit ihrem Fahrzeuglieferanten. Mit einem Schulnotendurchschnitt von 1,91 bewerteten die Sportwagenhändler ihre Gesamtzufriedenheit mit dem Zuffenhausener Hersteller (Vorjahr: 1,98).

Trotz aktuell und teils brandheiß geführter Diskussionen um den Diesel, Händlervertragsanpassungen und Netzbereinigungen ist die durchschnittliche Gesamtzufriedenheit der Vertriebspartner über alle Marken hinweg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 0,05 Prozentpunkte auf einen Wert von 2,51 angestiegen – laut den Machern der Studie, dem Institut für Automobilwirtschaft (IFA), ist das der höchste Zufriedenheitswert seit 1998.

„Dass die Händlerzufriedenheit trotz der vielen Negativschlagzeilen insgesamt gestiegen ist war für uns überraschend, ja fast unglaublich“, sagte Studienleiter Prof. Stefan Reindl bei der Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch in Nürtingen.

Zudem zeigen sich die Händler mit Ihrer Ertragssituation (Durchschnittsnote 2,59) trotz stagnierender Umsatzrenditen so zufrieden wie noch nie zuvor in der 21-jährigen Historie des Markenmonitors.

Den Studienergebnissen zufolge waren die Treiber für eine geringfügig bessere Gesamtstimmung zum einen eine größere Zufriedenheit der Händler mit der Unterstützung der Hersteller und Importeure bei der Gebrauchtwagenvermarktung (+0,21 Notenpunkte). „Dass allen Unkenrufen zum Trotz die Händler aktuell vor allem das Gebrauchtwagengeschäft positiv bewerten, mag auch mit Verschiebungen wegen WLTP und Co. zu tun haben“, ordnete Reindl diese Tatsache ein. Zudem stieg die Zustimmung der Händler hinsichtlich der Aktivitäten ihrer Partner im Aftersalesbereich etwas an (+0,08 Notenpunkte).

Licht und Schatten in den VW-Zahlen

Nachdem VW die beste Platzierung unter den deutschen Volumenfabrikaten im letzten Jahr an Ford abtreten musste, holen sich die Wolfsburger den ersten Rang im Segment – trotz eines geringfügig schlechteren Gesamtzufriedenheitswertes als 2017 – wieder zurück. Ford lässt im Vergleich zum Vorjahr 0,14 Notenpunkte liegen und bildet nun das Schlusslicht in dieser Fabrikatsgruppe (2,68). Geht man in die Detailbetrachtung in Sachen Renditezufriedenheit, zeigt sich allerdings ein anderes Bild: Hier müssen sich die Wolfsburger mit dem letzten Platz in der Volumengruppe begnügen (3,03). Zufriedener zeigen sich die Ford- (2,73) und Opel-Partner (2,67).

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 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«