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Investor rettet Visi/One vor der Pleite

| Autor: Silvia Lulei

Der Mobilitätsdienstleister Choice aus Nürnberg übernimmt das insolvente Unternehmen Visi/One. Der Einstieg sichert den Fortbestand der Standorte. Im Fokus steht jetzt die weltweite Marktdurchdringung in Sachen digitale Preisauszeichnung.

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Nach der Insolvenz von Visi/One sorgt das Investment von Choice dafür, dass es mit der digitalen Preisauszeichnung weitergeht.
Nach der Insolvenz von Visi/One sorgt das Investment von Choice dafür, dass es mit der digitalen Preisauszeichnung weitergeht.
(Bild: Choice)

Die Visi/One International GmbH hat einen neuen Investor: Der Mobilitätsdienstleister Choice aus Nürnberg hat Ende Juli Mitarbeiter, Kunden, Patente sowie Hard- und Software des insolventen Unternehmens übernommen. Erst kurz zuvor war bekannt geworden, dass Visi/One Konkurs anmelden musste. Das 1998 gegründete Unternehmen mit Sitz in Remscheid und Berlin, das sich selbst als weltweit führendes Unternehmen im Bereich der digitalen Preisauszeichnung von Fahrzeugen bezeichnet, war nicht mehr zahlungsfähig. Doch potenzielle Investoren standen schnell parat – von denen die Choice GmbH schließlich zum Zuge kam.

Die Choice GmbH ging 2018 aus der CC Unirent System GmbH hervor. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 von einer Fahrzeugeinkaufsgesellschaft über einen Prozessdienstleister hin zu einem Mobilitätsdienstleister entwickelt. Das Angebot von Choice reicht von Carsharing über Mobilitäts-Apps bis hin zum schlüssellosen Fahrzeugzugang via Smartphone. Zum Unternehmensverbund von Choice zählen diverse Tochter- sowie Auslandsgesellschaften in Spanien und Portugal, Österreich, Frankreich, Italien und Benelux. Die Kunden von Choice sind Automobilhersteller und -importeure, Autohandelsgruppen, Autovermietungen, Banken, Industrieunternehmen, Versicherungen sowie Flottenbetreiber.

Mit der Investition in Visi/One erweitert die Choice-Gruppe ihr Dienstleistungsspektrum. Die Produkte zur Preisauszeichnung von Visi/One gelten als Standard für 40 Marken in über 70 Ländern. Die weltweite Marktdurchdringung mit den digitalen Produkten des Unternehmens soll künftig im strategischen Fokus stehen.

Die Betriebsstätten von Visi/One in Remscheid und Berlin bleiben bestehen. An beiden Standorten beschäftigt das Unternehmen derzeit 25 Mitarbeiter. Die Visi/One-Gründer Stefanie und Michael Kalheber bleiben in der Geschäftsführung. Ihnen zur Seite gestellt ist als weiterer Geschäftsführer der Diplom-Wirtschaftsingenieur Bernd Müller. Er verfüge über ein nationales und internationales Netzwerk und sei eine ideale Ergänzung, „um auf dem von Familie Kalheber aufgebauten Fundament eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens zu gestalten“, kommentiert Jürgen Lobach, Geschäftsführer der Choice GmbH, die neue Führungskonstellation von Visi/One.

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Über den Autor

 Silvia Lulei

Silvia Lulei

Chefredakteurin »Gebrauchtwagen Praxis«