Isuzu wächst im Pick-Up-Markt

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der japanische Pick-Up-Spezialist profitiert weiterhin von der Nachfrage nach individualisierten Nutzfahrzeugen. Nach einem Rekordergebnis im vergangenen Jahr steigt der Absatz in Deutschland weiter.

Firmen zum Thema

Isuzu verkauft in Deutschland nur den D-Max, allerdings in sehr vielen Varianten.
Isuzu verkauft in Deutschland nur den D-Max, allerdings in sehr vielen Varianten.
(Foto: Isuzu)

Isuzu Deutschland sieht sich mit dem Konzept maßgeschneiderter Fahrzeuganpassungen und neuer Sondermodelle auf Kurs. Mit der Einführung der aktuellen Generation des Pick-Ups D-Max im Vorjahr hat das Fabrikat seine Zulassungen wieder steigern können, für das Jahr 2013 stehen gut 900 Zulassungen in den Statistiken des Kraftfahrtbundesamts. Damit hat der Nischen-Importeur ein Rekordergebnis erreicht, sagte Geschäftsführer Udo Emmerling im Gespräch mit »kfz-betrieb« auf der AMI in Leipzig.

In Leipzig sei das Fabrikat mit einem verhältnismäßig großen Stand vertreten, um den Bekanntheitsgrad der Marke zu steigern, aber auch wegen des Publikums in den angrenzenden Ländern, für die Isuzu Deutschland ebenfalls die Marktverantwortung trägt. Zudem zeigt Isuzu in Halle 2, welche Nutzungsmöglichkeiten aus dem einen Modell abzuleiten sind. Transporter für landwirtschaftliche Berufe oder Hausmeisterdienste ebenso wie Lifestyle-Fahrzeuge für Sportler oder einfach Familienfahrzeuge mit einem großen Kofferraum.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Im Mittelpunkt steht ein Sondermodell, das Isuzu mit dem Autoveredler und Tuner Mansory entwickelt hat. Der schwarze Pick-Up ist hochwertig ausgestattet mit Vollleder-Polsterung und farbig abgesetzten Ziernähten sowie einer Klavierlack-Beschichtung der Zierleisten, Hebel und Cockpitflächen. „Wir wollen zeigen, welche Emotionen sich aus einem Pick-Up herausholen lassen“, erläutert Emmerling das Projekt.

Generell will der Geschäftsführer mit kreativen Ideen immer wieder neue Zielgruppen ansprechen, und beispielsweise zeigen, „dass der D-Max durchaus als Alternative zum SUV oder Edelkombi taugt“. Diese Positionierung hat das Fabrikat nach dem Zulassungsrückgang infolge der beiden Naturkatastrophen in Japan (Erdbeben) und Thailand (Überschwemmung) wieder nach oben gebracht. Und „im laufenden Jahr haben wir uns erneut um sechs Prozent gesteigert“, so Emmerling.

AMI 2014: Deutliche Bremsspuren
Bildergalerie mit 27 Bildern

Dass Isuzu die Stückzahlen des VW Amarok nicht erreichen wird, ist ihm bewusst. Doch „wir wollen zehn Prozent des Pick-Up-Markts in Deutschland erreichen“, gibt Emmerling als mittelfristiges Ziel an. Derzeit werden regelmäßig zwischen 14.000 und 15.000 Pick-Ups im Jahr neu zugelassen. Ein weiteres Modell ist als zusätzlicher Absatztreiber jedoch nicht in Sicht. Ein eher klassisches SUV, das in Asien verfügbar ist, hat wegen der Emissionsregeln in Europa, insbesondere wegen der Vorschriften zum Flottenverbrauch, keine Chance.

Absatzpotenzial birgt dagegen der Ausbau des Händlernetzes. Isuzu Deutschland sucht noch 30 bis 40 Partner, um die angestrebte Flächenabdeckung zu erreichen. Sein Fabrikat sieht Emmerling dabei als Ergänzungsmarke, um sportlich-freizeitorientierten Kunden oder besonderen Berufsgruppen wie Land- und Forstwirten oder Gartenbaubetrieben passende Produkte anbieten zu können.

(ID:42729268)