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Jürgen Tauscher erhält „Executive Circle Award 2017“

Autor: Wolfgang Michel

Vom Mercedes-Verkäufer zum Vorstandsvorsitzenden der Fahrzeug-Werke Lueg AG: Jürgen Tauscher hat in den zurückliegenden 40 Jahren eine beeindruckende Auto-Karriere hingelegt. »kfz-betrieb« zeichnete ihn nun für sein Lebenswerk aus.

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(Bild: Stefan Bausewein)

»kfz-betrieb« hat Jürgen Tauscher mit dem „Executive Circle Award 2017“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In den zurückliegenden 40 Jahren hat der 63-Jährige eine beeindruckende Auto-Karriere hingelegt. Vom Azubi über den Automobilverkäufer hat er es bis an die Spitze der Fahrzeug-Werke Lueg AG geschafft.

Der berufliche Werdegang startete nach einem BWL-Studium in Würzburg 1977 bei Mercedes-Benz in Offenbach mit einer Ausbildung zum Automobilverkäufer. Bereits 1986 übernahm der aus Limburg an der Lahn stammende Betriebswirt die Verkaufsleitung in der Mercedes-Benz-Niederlassung Duisburg. Zwei Jahre später wechselte er nach Neuss in die gleiche Position.

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In den darauffolgenden Jahren übernahm er verschiedene Führungs- und Projektaufgaben beispielsweise in Saarbücken, Frankfurt und in der Stuttgarter Zentrale der Daimler AG. Im Jahr 2000 wurde Tauscher der oberste Boss der Mercedes-Benz-Niederlassung Wuppertal, 2005 Direktor von Mercedes-Benz Rhein-Ruhr, der seinerzeit weltgrößten Niederlassung des Stuttgarter Autobauers. Das Unternehmen zählte damals über 1.200 Mitarbeiter und verbuchte rund 900 Millionen Euro Jahresumsatz.

Ende 2008 wechselte Jürgen Tauscher nicht nur den Titel, – aus dem Direktor wurde der Vorstand – er wechselte auch von einem Automobilkonzern in ein Automobilhandelsunternehmen. Arbeitgeber war und ist fortan nicht mehr die Daimler AG, sondern die Fahrzeug-Werke Lueg AG.

Wechsel in schwieriges Fahrwasser

Anfang 2008 veröffentlichte »kfz-betrieb« über die Autohausgruppe mit Hauptsitz in Bochum einen Beitrag mit folgendem Fazit: „Im Maschinenraum des Mehrmarkentankers gibt es jede Menge Arbeit zu erledigen. Unterm Strich ist davon auszugehen, dass sich der automobile Gemischtwarenladen wieder mehr zum Fachgeschäft entwickeln wird. Selbst dann, wenn dabei Marken und Standorte auf der Strecke bleiben.“

Zu diesem Zeitpunkt war der Preisträger des „Executive Circle Award 2017“ noch nicht verantwortlich für den Unternehmenskurs. Damals ahnte er noch nicht einmal, dass man ihm bald das Ruder übergeben würde. Er ahnte auch nicht, was auf ihn ab Ende 2008 alles zukommen würde. Zum 1. November wurde der damals 54-Jährige zum obersten Steuermann der Autohausgruppe ernannt. In den folgenden 18 Monaten stößt der Vorstandsvorsitzende Tauscher einen Erneuerungsprozess an, wie es ihn noch nie in der Geschichte des Unternehmens gegeben hat.

Mitten in der Wirtschaftskrise investierte das Familienunternehmen massiv in effiziente Prozesse und modernste Software, neue Standorte und die Qualifikation seiner Mitarbeiter. Das Ziel war klar: „Wir wollen als Gewinner aus dem Strukturwandel der Branche hervorgehen“, sagte Jürgen Tauscher Ende 2010 im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Er veränderte und professionalisierte die Führungsstruktur, schlug neue, bis dato im Traditionsunternehmen unbekannte Wege ein und ordnete das Mehrmarkenunternehmen völlig neu. Dabei galt es schwierige und auch schmerzhafte Schritte zu machen. Rückhalt gab es durch die Eigentümerfamilien, die zu jeder Zeit eine Perspektive für ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter gesehen hat. Die Gesellschafter ermöglichten es dem Preisträger und seinem Führungsteam, auch in schwierigen Zeiten wichtige Weichen zu stellen und in die Zukunft zu investieren.

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Über den Autor

 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«