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KBA-Warnung für CNG-Fahrzeuge von VW und Ford

| Autor: Jakob Schreiner

Korrosion an Erdgas-Multiventilen (BRC VBS1) kann zu Fehlfunktionen der Druckentlastungsvorrichtung führen. Betroffen sind Modelle von VW und Ford, die auf CNG umgerüstet wurden.

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(Bild: Volkswagen)

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat eine Warnung für den Einsatz der Multiventile „VBS1“ des Herstellers BRC Gas Equipment herausgegeben. Betroffen sind auf CNG um- oder nachgerüstete Fahrzeuge von VW und Ford, heißt es in einer Mitteilung des KBA. Die Ventile wurden ab 2005 als Einzelteile verkauft und kamen bei Erdgas-Umbauten der IAV GmbH für VW-Modelle und der CNG-Technik GmbH für Ford-Fahrzeuge zum Einsatz.

Betroffen sind bislang nur solche Multiventile, die direkten Witterungseinflüssen wie bei der Unterflurmontage ausgesetzt sind. Es wurde festgestellt, dass die Überdruckventile der Multiventile aufgrund von Korrosion möglicherweise nicht ausreichend funktionieren. Dies kann im Fall eines Fahrzeugbrandes zum Bersten des Gastanks führen. Die betroffenen Ventile mit der eingeprägten Kennzeichnung „M.T.M. VBS1 E13 110R-000042“ sind an der fraglichen Stelle galvanisiert. Nicht betroffen sind Bauteile mit Überdruckventilen aus Edelstahl.

Wie ein Ford-Sprecher auf Nachfrage von »kfz-betrieb« mitteilte, sind ältere Focus-, C-Max- und Transit-Baureihen aus dem Produktionszeitraum 2003 bis 2011 betroffen. In Deutschland umfasst der Rückruf 1.098 Fahrzeuge. Bei VW sind laut Aussagen der IAV GmbH in Deutschland rund 200 Transporter vom Typ T5 Eco-Fuel aus den Baujahren 2005 bis 2015 betroffen – insgesamt sind es 870 Fahrzeuge.

Bei der Rückruf-Aktion erfolgt der Austausch der Druckentlastungsvorrichtung durch ein gleichartiges Bauteil aus Edelstahl.

Nach Angaben des Ford-Sprechers dürfte die Reparatur durch Partner des Ventil-Herstellers BRC umgesetzt werden, da in Deutschland für die Arbeiten an Gas-Systemen eine Gasanlagenprüfung (GAP)-Schulung vorgeschrieben ist, die nicht alle Ford-Händler absolviert haben. Der Ford-Sprecher wies außerdem darauf hin, dass bei den Ford-Modellen bislang nur ein Ventil nicht korrekt gearbeitet habe. Dabei sei der Berstdruck des Tanks von 450 bar aber nicht erreicht worden. Alle anderen Ventile seien zwar korrodiert gewesen, funktionierten aber ohne Beeinträchtigung.

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(Bild: Gas Drive Technologies GmbH)

Bei VW werden alle betroffenen Halter angeschrieben und gebeten, mit ihrem Volkswagen-Partner einen Termin für die Umrüstung zu vereinbaren.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik