Mercedes-Handel Kestenholz übernimmt Autohaus Johann Wedig

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

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Die Kestenholz-Gruppe wächst weiter: Im Frühjahr kommt das Autohaus Johann Wedig im rheinland-pfälzischen Frankenthal unter das Dach der Schweizer Gruppe.

Das Autohaus Johann Wedig wechselt im März 2025 den Besitzer.(Bild:  Kestenholz)
Das Autohaus Johann Wedig wechselt im März 2025 den Besitzer.
(Bild: Kestenholz)

Die Kestenholz-Gruppe ist weiter auf Expansionskurs in Deutschland und übernimmt zum 1. März 2025 das Autohaus Johann Wedig in Frankenthal. Wie das Schweizer Unternehmen mitteilte, bleiben die gut 60 Mitarbeiter des Händlers an Bord.

Die Johann Wedig GmbH soll zum Zeitpunkt der Übernahme umfirmiert und in die Kestenholz Autohaus GmbH mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße (ehemals Falter-Gruppe) integriert werden.

Kestenholz übernimmt ein traditionsreiches Haus: Johann Wedig legte bereits 1897 den Grundstein für das Unternehmen. Seit 1962 ist das Autohaus Mercedes-Vertragspartner und vertreibt heute neben dem Pkw- und Lkw-Werkstattgeschäft Gebrauchtwagen sowie Ersatz- und Zubehörteile. Das Zubehörlager des Betriebs umfasst über 15.000 Positionen.

Kestenholz auf Wachstumskurs in Deutschland

Kestenholz ist in Deutschland auf Expansionskurs: Im Juni 2022 hatte der Händler mit der Übernahme von Lyhs & Gondert in Koblenz erstmals das deutsch-schweizerische Grenzgebiet verlassen. 2023 erfolgten gleich drei Übernahmen: Auto Weber in Freiburg, die sieben Betriebe der Falter-Gruppe sowie AHG Newel in den Regionen Eifel, Mosel und Hunsrück. Im März 2024 kam noch das Autohaus Lehmann in Schopfheim hinzu.

Darüber hinaus ist die Gruppe in Deutschland bislang in Lörrach, Bad Säckingen sowie mit einem Nutzfahrzeug-Center in Weil am Rhein vertreten. Die Kestenholz-Betriebe in Freiburg-Süd und Bad Säckingen gehörten bis 2015 Daimler. Im Zuge der damaligen Niederlassungsverkäufe ging das „Verkaufsgebiet Südbaden“ mit den beiden Standorten vor sieben Jahren an den Händler.

In Deutschland arbeiten derzeit 1.073 Beschäftigte für Kestenholz. Die Gruppe verkauft 2024 hierzulande voraussichtlich gut 3.500 Neu- und gut 5.000 Gebrauchtwagen und erwirtschaftet 514 Millionen Euro Umsatz. Grenzüberschreitend sind es rund 800 Millionen.

In der Schweiz verfügt Kestenholz über sechs Betriebe an drei Standorten: Oberwil, Basel und dem nahe bei Basel gelegenen Pratteln, wo sich der Stammsitz der 1952 gegründeten Gruppe befindet.

Kestenholz ist nicht die einzige Schweizer Gruppe im Mercedes-Netz, die in Deutschland expandiert. Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass die Merbag im April 2025 die 13 Standorte und 900 Mitarbeiter der KBM-Gruppe übernimmt.

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