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»kfz-betrieb« Auto-Check: Nissan Qashqai – Preis trifft Leistung

| Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Bereits Mitte der 2000er Jahre hat Nissan das Potenzial des SUV-Marktes entdeckt. Seitdem garantiert der Qashqai dem Konzern gute Verkaufszahlen. Mit neuem Design und überarbeitetem Motorenkonzept beweisen die Japaner, dass günstig nicht gleich billig sein muss.

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Optisch und technisch überarbeitet sowie mit attraktiver Preisgestaltung will Nissan mit dem Qashqai möglichst viele Käufer ansprechen.
Optisch und technisch überarbeitet sowie mit attraktiver Preisgestaltung will Nissan mit dem Qashqai möglichst viele Käufer ansprechen.
(Bild: Schweitzer/»kfz-betrieb«)

Der Nissan Qashqai ist ein Urgestein unter den SUVs. Seit über zehn Jahren sorgt der kompakte Japaner für gute Verkaufszahlen beim Hersteller. In seiner zweiten Generation ist der Allrounder nun einer von vielen in diesem Segment. Mit einem Mix aus modernem Design und aktueller Fahrerassistenztechnik soll das Erfolgsmodell auch weiterhin Kunden begeistern. Und das bei vergleichsweise günstigen Verkaufspreisen.

Nachdem Nissan den Qashqai 2017 bereits optisch überarbeitet hat, haben die Japaner nun auch die inneren Werte modernisiert. So ist das SUV mit einem neuen 1,3-Liter-Benzinmotor ausgestattet, erhältlich in zwei Leistungsvarianten: 140 und 160 PS. Laut Hersteller verbraucht das kompakte SUV damit kombiniert 5,7 Liter. Ein Wert, der sich in dem von uns gefahrenen Qashqai mit dem leistungsstärkeren Aggregat nicht erreichen ließ. Er verbrauchte bei einem Mix aus Stadt, Landstraße und Autobahn knapp 8,5 Liter.

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Biete Komfort, suche Zehenspitzengefühl

Dafür punktet der kompakte Japaner mit enormem Komfort und seidenweichem Fahrverhalten. Auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ist dabei positiv auffällig unauffällig. Die Gangwechsel erfolgen geschmeidig und gut abgestimmt. Einzig beim Anfahren aus dem Stand ist Zehenspitzengefühl gefordert. Drückt man das Gaspedal zu schnell nach unten, kann es schon mal etwas zu abrupt vorwärtsgehen.

Der eher kleinvolumige1,3-Liter-Benzinmotor macht insgesamt eine gute Figur und lässt das kompakte SUV zügig beschleunigen. Dabei bleibt es meist entspannt leistungsfähig. Lediglich, wenn es niedertourig wird, kann der Motor schon mal leicht verzögert reagieren. Wer sich für das japanische SUV entscheidet, dürfte jedoch ohnehin mehr Wert auf „Utility“ als auf „Sport“ legen. Angenehm fällt zudem der gut gedämmte Innenraum auf. Selbst bei Autobahnfahrten steigt die Geräuschkulisse in der Fahrgastzelle kaum an.

Überhaupt punktet der Qashqai durch wertige Verarbeitung und stimmiges Design. Im Innenraum des von uns gefahrenen Tekna+, der höchsten Ausstattungsvariante, fiel dies besonders positiv aus. Bei günstigeren Modellvarianten mag dies teilweise anders sein. Materialqualität und Ergonomie dürften aber auch hier überzeugen. Alle notwendigen Funktionen sind intuitiv angelegt: von der Sitzheizung bis zum Panoramaschiebedach.

Dabei ist die Handhabung ein ausgewogener Mix aus konventionellen Schaltern und Touchscreen-Funktionen auf dem mittig platzierten Monitor. Per „Wischen“ lassen sich beispielsweise die Navigation oder das Radio bedienen. Ansonsten findet man schnell den gewohnten Weg zum Drehregler für die Temperatur oder den Schalter für die Heckscheibenheizung. Die Teilledersitze sind auch auf längeren Strecken komfortabel und sogar mit einer Ein- und Ausstiegshilfe versehen. Zwei Fahrer können ihre Wunschsitzposition speichern – selbst Hand an die Sitzkurbel anlegen müssen sie dann nicht.

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