»kfz-betrieb«-Auto-Check Porsche Cayenne E-Hybrid Coupé: Der Schwerathlet

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Die Manieren des komplexen Antriebs sind bestechend gut. Der turbogeladene V6 läuft vibrationsarm und zeigt einen schönen, aber nicht aufdringlichen Klang. Das Hinzu- und Wegschalten der Antriebsorgane geht reaktionsschnell und ohne Ruckeln vonstatten.

Nicht weniger komplex als die Antriebs- ist die Fahrwerkstechnik: Neben den serienmäßigen elektronisch gesteuerten Dämpfern (PASM) verfügte der Testwagen über die aufpreispflichtigen Features Luftfederung, Hinterachslenkung und elektrische Wankstabilisierung, die alle zusammen unter der Aufsicht der integrierten Fahrwerksregelung Porsche-4D-Chassis-Control stehen.

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Flinkes Fahrverhalten

Es ist beeindruckend, wie flink und leichtfüßig das Schwergewicht sich über kurvenreiche Straßen steuern lässt. Die extrem direkte Lenkung bietet ausreichend Rückmeldung und fühlt sich erfreulich authentisch an. Beim Bremspedal gilt das nicht ganz: Fußkraft, Pedalweg und resultierende Bremskraft passen nicht immer zusammen. Aber das ist wohl unvermeidlich angesichts der schwierigen Aufgabe, die extrem leistungsfähige Reibungsbremse mit ihren Wolframcarbid-beschichteten Scheiben sowie die rekuperierende Elektromaschine zu koordinieren.

Im Innenraum des als Viersitzer konfigurierten Wagens finden vier erwachsene Fahrgäste generöse Platzverhältnisse vor. Nur für sehr große Rücksitzpassagiere könnte es angesichts der abfallenden Dachlinie mit der Kopffreiheit knapp werden. Das Coupédach schränkt zudem das Kofferraumvolumen deutlich ein.

Hoher Aufpreis für die Hybridvariante

Das Fahrgastabteil zeigt eine dem Preis durchaus angemessene Materialqualität und Verarbeitungsgüte – mal abgesehen von dem komischen Knubbel links vom Lenkrad, der den Zündschlüssel ersetzt. Dass sich angesichts der Unzahl an Funktionen kein einfaches und sofort durchschaubares Bedienkonzept verwirklichen lässt, liegt in der Natur der Sache. Die Sensortasten auf dem fast waagerecht angeordneten zentralen Bedienfeld machen es dem Fahrer aber extra schwer, die richtige Funktion ohne langes Hinsehen zu treffen.

Wie nicht anders zu erwarten, ist das Cayenne Coupé mit 83.711 Euro Grundpreis trotz geringerem Platzangebot teurer als der normale Cayenne (76.690 Euro). Die Hybridvariante kostet mindestens 95.968 Euro. Ob sich der Aufpreis von gut 12.000 Euro für den Plug-in-Antrieb je amortisiert, ist schwer vorherzusagen. Denn bei einem Energieverbrauch von 23,7 Kilowattstunden im E-Modus (WLTP) sind auch die Stromkosten nicht von schlechten Eltern.

Im Testwagen war wie üblich alles verbaut, was gut und teuer ist – bis hin zum, ja wirklich, „Leichtbau-Paket“ mit Carbondach sowie den mit 22 Zoll größten Originalfelgen der Porsche-Geschichte. Und so macht das Zuffenhausener Schwergewicht auch mit dieser letzten Zahl mächtig Eindruck: Testwagenpreis 147.810,35 Euro.

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