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Kfz-Mechatroniker kommt als Beruf gut an

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Kfz-Mechatroniker müssen sich keinesfalls hinter Physikern oder Bauingenieuren verstecken – zumindest nicht wegen des Berufsimages. Das ist nämlich laut einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung ähnlich gut wie das vieler akademischer Berufe.

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Der Beruf des Kfz-Mechatronikers ist vielfältig und gar nicht mehr so ölig wie früher: Eine angehende Mechatronikerin bei der On-Board-Diagnose.
Der Beruf des Kfz-Mechatronikers ist vielfältig und gar nicht mehr so ölig wie früher: Eine angehende Mechatronikerin bei der On-Board-Diagnose.
(Bild: Promotor)

Die Kraftfahrzeugmechatroniker genießen unter den Berufen des dualen Ausbildungssystems ein besonders hohes Ansehen. Das hat eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der TU Braunschweig ergeben. Wie der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) unter Berufung auf die Studie mitteilt, liegen nur noch Fachinformatiker, Mechatroniker allgemein und Industriekaufleute im Ranking vor den technischen Kfz-Azubis.

Der Studie liegt eine Befragung von rund 9.000 in Deutschland lebenden Personen ab 15 Jahre zugrunde. Einbezogen wurden die 25 am stärksten besetzten Ausbildungsberufe. Insgesamt hatten die Forscher das Ansehen von 402 Berufen auf einer Skala von 0 (sehr gering) bis 10 (sehr hoch) abgefragt.

Im Vergleich mit akademischen Berufen haben demnach die Kfz-Mechatroniker vergleichbare Werte wie etwa Physiker, Bauingenieure oder Gymnasiallehrer. Generell zeigt sich beim Vergleich der beiden Ausbildungswege (akademisch – duale Bildung), dass die akademischen Berufe im Durchschnitt höheres Ansehen genießen. Das Ansehen der Kraftfahrzeugmechatroniker liegt aber in der zweithöchsten Bewertungsgruppe über alle Berufe hinweg.

Aus Sicht des ZDK ist das Ergebnis der Studie insofern wichtig, da das Image von Berufen eine entscheidende Rolle spielt für Berufsorientierung und Berufswahl. Entsprechend erleichtert ein gutes Image die Besetzung von Stellen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Berufe mit geringerem Ansehen weisen auch häufiger unbesetzte Ausbildungsstellen auf.

Die Notwendigkeit für qualifizierten Nachwuchs zeigen die Ausbildungszahlen der Autohäuser und Werkstätten. Sie schlossen im vergangenen Jahr 23.415 Ausbildungsverträge zum Kfz-Mechatroniker ab – ein bereits im fünften Jahr steigender Wert. Insgesamt bildet das Kfz-Gewerbe zurzeit 93.350 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus, davon 72.000 Mechatroniker.

Damit das Kraftfahrzeuggewerbe für den Nachwuchs attraktiv bleibt, laufen die Initiative „Auto-Berufe - Mach deinen Weg!“ und die angeschlossenen Kampagnen „#wasmitautos“ und „#echteautoliebe“. Auto-Berufe ist eine Gemeinschaftsinitiative von Automobilherstellern, Bosch und des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes zur Gewinnung, Qualifizierung und Sicherung von Nachwuchs in Autohäusern und Kfz-Werkstätten.

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