Mitsubishi Motors Deutschland Kolja Rebstock geht, Werner H. Frey kehrt als Chef zurück

Autor: Christoph Seyerlein

Nach gut dreieinhalb Jahren an der Spitze verlässt Kolja Rebstock Mitsubishi Deutschland. Sein Nachfolger ist gleichzeitig auch sein Vorgänger. Auf Werner H. Frey wartet in Friedberg manche Herausforderung. Denn die Zukunft des Fabrikats hierzulande ist ungewiss.

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Werner H. Frey leitet künftig wieder die Geschicke bei Mitsubishi Motors Deutschland.
Werner H. Frey leitet künftig wieder die Geschicke bei Mitsubishi Motors Deutschland.
(Foto: Achter)

Bei Mitsubishi Motors Deutschland gibt es zum Jahreswechsel einen Chefwechsel. Wie der Importeur mitteilte, wird Kolja Rebstock das Unternehmen nach gut dreieinhalb Jahren als Geschäftsführer verlassen. Der Manager wird der Mitteilung zufolge Aufgaben außerhalb der Automobilindustrie übernehmen.

Die Nachfolge übernimmt ein alter Bekannter in Friedberg. Mit Werner H. Frey wird Rebstocks Vorgänger auch dessen Nachfolger. Der 70-Jährige war bereits von 2014 bis April 2017 Geschäftsführer des damals neu gegründeten Unternehmens MMD Automobile GmbH. Zuvor hatte die Emil Frey Gruppe die Rolle als Mitsubishi-Importeur übernommen.

Fragezeichen hinter der Zukunft von Mitsubishi in Deutschland

Werner H. Frey war zuletzt als Direktor für Business Development Import für die Emil Frey Gruppe aktiv. Für das Unternehmen arbeitet er bereits seit 2007, unter anderem auch als Geschäftsführer von Hyundai Deutschland, als die Gruppe noch Hyundai-Importeur war. Seine Auto-Karriere hatte der Wirtschaftsingenieur bei Opel begonnen und in der Folge auch bei Hyundai und Fiat Station gemacht.

Auf Frey warten bei Mitsubishi nun einige Herausforderungen. Die Zukunft der Marke in Deutschland und Europa ist ungewiss. Ende Juli hatte der Hersteller in Japan angekündigt, keine neuen Modelle mehr nach Europa exportieren zu wollen. In der Folge kämpfte Kolja Rebstock dagegen an und erreichte, dass zumindest der Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in-Hybrid Anfang 2021 doch zu den deutschen Händlern kommen wird. Im November zeigte sich Rebstock im Gespräch mit »kfz-betrieb« optimistisch, dass es nicht bei diesem einen Auto bleiben wird. Noch ist aber unklar, wie es weitergeht.

Insgesamt hat sich Mitsubishi in Deutschland in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Seit der Übernahme durch die Emil Frey Gruppe sind die Neuzulassungen von 24.131 im Jahr 2014 immer weiter gestiegen. 2019 lag der Wert bei 52.148. Der Marktanteil betrug damit 1,4 Prozent.

Im gerade ablaufenden Jahr wird die Marke dieses Volumen zwar nicht erreichen. In einem corona-gebeutelten Umfeld schlug sich Mitsubishi bislang dennoch akzeptabel. Per November kam das Fabrikat auf 42.516 Neuzulassungen (-13,1 %). Damit sind die Japaner besser unterwegs als der Gesamtmarkt (-21,6 %) und konnten ihren Marktanteil (Stand November) auf 1,6 Prozent vergrößern.

Werner H. Frey erklärte in einer ersten Reaktion zu seiner Rückkehr, er freue sich auf die „enge, kooperative Zusammenarbeit mit den ausgezeichneten Händlern der Marke“. Aktuell gebe es viele neue Herausforderungen. „Gemeinsam mit den loyalen, hoch motivierten Händlern, dem erfahrenen Mitarbeiter-Team sowie dem Know-how der Emil Frey Gruppe werden wir den Glanz der Marke mit den drei Diamanten weiter strahlen lassen“, ist sich der 70-Jährige aber sicher.

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Entwicklungsredakteur