Langjähriges Engagement der Ehrenämtler, gegenseitiges Vertrauen und respektvolle Zusammenarbeit – die konstruktive Arbeitsweise des Skoda-Partnerverbands ist im deutschen Handel und Service inzwischen fast schon ein Synonym für Erfolg. Auf jeden Fall waren 35 Jahre Verbandsgeschichte ein Grund für eine Feier.
Der Verband der Skoda-Vertragspartner (VDS) setzt sich seit 35 Jahren für die Interessen seiner Mitglieder ein.
(Bild: Grimm – VCG / Vorlage DAT)
Erfolg ist im Leben selten das Verdienst eines einzelnen. Fast immer ist es Teamarbeit. Der Aufstieg von Skoda zu einer der meistverkauften Marken in Deutschland macht da keine Ausnahme – es ist die Zusammenarbeit von Importeur und Händler. Und es ist die Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Experten im Verband der Skoda-Vertragspartner (VDS). Diese Teamarbeit prägt den Verband seit 35 Jahren. 2026, dem Jahr eines mutmaßlich neuerlichen Absatzrekords in Deutschland, war das für die Verbandsführung Anlass, mit einem Festakt eine Bilanz der erfolgreichen Teamarbeit zu ziehen.
Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, hatten Verband und Importeur die Händler, die zur VDS-Jahreshauptversammlung angereist waren, ins Pakhus 11 in Kopenhagen eingeladen. Der altehrwürdige Bau aus dem Jahr 1894 atmet damit fast so viel Geschichte wie die Marke Skoda selbst. Und das Datum des Festaktes, der Tag der Wiedervereinigung, verwies auf die historische Zäsur, die durch den Mauerfall erst den Start von Skoda in Gesamtdeutschland möglich gemacht hatte. „Ohne diesen Tag wäre die Geschichte von Skoda vermutlich ganz anders verlaufen“, sagte Thomas Peckruhn, VDS-Präsident und Skoda-Händler der ersten Stunde, in einer emotionalen Rede zur Jubiläumsfeier.
Peckruhn prägt den Verband seit Jahrzehnten – aber eben nicht allein. Kersten Borst ist ebenfalls 25 Jahre in der Verbandsführung tätig, Christian Mette hat die Einsatzfreude im Ehrenamt von seinen Eltern geerbt. Sie stehen stellvertretend für alle Ehrenämtler, die sich im Verband einbringen, um „mit einer funktionierenden Streitkultur für ein gemeinsames Ziel“ zu kämpfen: die stetige Weiterentwicklung der Marke.
Zu diesem Team gehört letztlich auch ein Importeur, der zuhört und die Verbesserungsvorschläge des Handels aufgreift. „Der VDS ist ein wichtiger Impulsgeber, der die Partner mit Nachdruck vertritt, aber dabei immer gesprächsbereit bleibt“, sagte Frank Barwasser, Sprecher der Geschäftsführung von Skoda Auto Deutschland. Diese Funktion hat er zwar erst seit Anfang 2026, doch er arbeitete bereits seit Ende der 90er-Jahre als Leiter Vertriebssteuerung für den Importeur. Er habe persönlich und später aus der Ferne im Volkswagenkonzern immer Offenheit, Fairness und das gemeinsame Ziel, die Marke noch erfolgreicher zu machen, erlebt. „Für diesen Weg will ich mich bei Thomas Peckruhn und dem ganzen VDS-Vorstand bedanken“, schloss Barwasser sein Grußwort zum Verbandsjubiläum. Der Importeur selbst hatte die Jubiläumsfeier übrigens nach Kräften unterstützt.
Einen tiefen Blick zurück in die Entwicklung der Marke warf Detlev Wittig, ehemaliger Vertriebsvorstand und später erster nicht-tschechischer Vorstandsvorsitzender des Herstellers. Er erinnerte an das Schicksalsjahr 1991, in dem zuerst Skoda als Joint Venture Teil des Volkswagenkonzerns wurde, dann der VDS – damals noch als Skoda-Händlerbeirat – gegründet wurde und schließlich der heutige Importeur Skoda Auto Deutschland startete. In diesem Jahr sei der Grundstein gelegt worden für all das, was Skoda bis heute ausmacht: die Lust auf Verbesserung. Vor 35 Jahren sei Skoda eine Traditionsmarke ohne Zukunft gewesen. „Jetzt ist Skoda eine Zukunftsmarke mit Tradition“, sagte Wittig.
Er erinnerte an das damals einzige Skoda-Modell auf dem deutschen Markt, den Favorit. Der war qualitativ der Konkurrenz weit unterlegen. Mit einer Qualitätsoffensive der Skoda-Ingenieure, die in den Felicia mündete, begann der Aufstieg des Fabrikats. Der Blick auf die Qualität zeichne Skoda noch heute aus. Eine echte Zäsur folgte 1996 mit der Einführung des ersten modernen Octavia. Ein neues Produkt, eine neue Fabrik – die modernste damals in Europa –, neue Kunden und eine neue Händlernetzstruktur legten die weiteren Grundlagen für die heutige Stellung von Skoda in Deutschland.
Viele Händler sind bis heute geblieben und zum Gesicht der Marke, zum Vermittler der Markenwerte geworden. Denn damals hatte der Importeur die bewusste Entscheidung getroffen, dass Skoda-Händler nur werden konnte, der der Marke eine gewisse Exklusivität einräumte. Man wollte die Marke bewusst nicht als Ergänzungsmarke an den VW-Vertrieb anflanschen – die Folgen zeigen sich noch heute im Herzblut dieser Partner für Skoda. Vielfach vererbt sich diese Einstellung zur Marke: Christian Mette, Maximiliane Borst, Christoph Peckruhn – um nur einige Teilnehmer der Jubiläumsfeuer pars pro toto zu nennen – sind in die Fußstapfen ihrer Eltern getreten.
Stand: 08.12.2025
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Es sei dieser „Human Touch“, der einen weiteren wesentlichen Baustein des Erfolgs ausmacht, ist Wittig überzeugt. Mit seinen Worten schließt er aber eben auch die Mitarbeiter und Führungskräfte beim Importeur ein, die ebenfalls getragen seien vom Willen, im Dissens aufeinander zuzugehen, wie Thomas Peckruhn ergänzte. „Wir streiten uns immer nur in der Sache – und nicht auf der persönlichen Ebene.“
Dass die Skoda-Zentrale diesen deutschen Erfolgsweg anerkennt, verdeutlichte der Besuch von Lubos Vlcek, Executive Sales Director Europe, auf der Jubiläumsveranstaltung. „Wir sind stolz, was wir in Deutschland erreicht haben“, sagte er in Richtung der Händler. Deutschland ist inzwischen der wichtigste Absatzmarkt für das tschechische Fabrikat. Vlcek ist selbst fast 35 Jahre für den Autobauer aktiv und kann folglich die Entwicklungen einordnen. „Gemeinsam mit SAD und unseren Handelspartnern haben wir viele Herausforderungen erfolgreich gemeistert“, bestätigt er.
Diesen Weg werde der Hersteller weitergehen. Skoda hat eine klare Strategie für Marke und Markt, für Produkt und Kunde. Damit will Skoda eine stabile, attraktive und profitable Top-3-Marke in Europa bleiben. „Seid mutig, seid menschlich, seid neugierig – und vor allem bleibt auf Entdeckungsreise“, gab er den Partnern mit auf den weiteren Weg. Der Vertriebschef dürfte damit mehr als nur eine der berühmten offenen Türen eingerannt haben.