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Kraftstoffe: Wann gibt’s wieder Sülze?

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky, Jan Rosenow / Steffen Dominsky

Regelmäßig zweistellige Minusgrade im Winter? Schnee von gestern! Doch haben deshalb Winterdiesel und Produkte wie „Fließfit“ zwingend ausgedient? Eine bitterkalte Nacht kann reichen – und schon versulzt der Kraftstoff in Filter und Leitungen.

So sieht es aus, wenn Dieselkraftstoff nicht ausreichend Fließverbesserer enthält: Er „versulzt“, d. h., er stockt und blockiert somit allen voran den Kraftstofffilter.
So sieht es aus, wenn Dieselkraftstoff nicht ausreichend Fließverbesserer enthält: Er „versulzt“, d. h., er stockt und blockiert somit allen voran den Kraftstofffilter.
(Bild: Timo Gerstel)

Früher war zwar nicht alles besser, aber alles definitiv kälter – egal ob Sommer oder Winter. Früher, da lag nicht nur regelmäßig Schnee. Gerade im Januar/Februar wurde es nachts auch noch so richtig bitterkalt. Das war vor allem für Fahrzeuge mit einem Dieselmotor unter der Haube ein Problem. Denn der sparsame Selbstzünder-Kraftstoff hatte bzw. hat zwei eklatante Schwächen bezüglich der Temperatur: Erstens kristallisiert („flockt“) unterhalb von minus acht Grad das im Diesel enthaltene Paraffin aus – zuerst an Engstellen, insbesondere im Filter. Und zweitens enthält Diesel stets auch Wasser – ab null Grad bekanntlich ganz schlecht.

Nach dem strengen Winter 2012, in dem zahlreiche Dieselfahrzeuge Probleme hatten, überprüfte der ADAC ein Jahr später die tatsächlichen Temperaturgrenzen diverser Dieselkrafstoffe mithilfe eines Opel Insignia.
Nach dem strengen Winter 2012, in dem zahlreiche Dieselfahrzeuge Probleme hatten, überprüfte der ADAC ein Jahr später die tatsächlichen Temperaturgrenzen diverser Dieselkrafstoffe mithilfe eines Opel Insignia.
(Bild: ADAC)