Verkaufsgespräch Kunden wissen zu wenig über neue Reifenkennwerte

Von ampnet/ls

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Seit Mai gilt eine überarbeitete Kennzeichnungspflicht für Reifen. Doch die Mehrheit der Deutschen weiß von den Neuerungen nichts. Jetzt sind die Verkäufer gefragt, vor allem weil entsprechende Aufklärung die Kaufentscheidung beeinflussen kann.

Seit Mai gibt es eine überarbeitete Kennzeichnungspflicht für Autoreifen. Viele der Deutschen wissen zu wenig über die Reifenkennwerte.(Bild:  Auto-Medienportal.Net/Vredestein)
Seit Mai gibt es eine überarbeitete Kennzeichnungspflicht für Autoreifen. Viele der Deutschen wissen zu wenig über die Reifenkennwerte.
(Bild: Auto-Medienportal.Net/Vredestein)

Laut der seit dem 1. Mai gültigen überarbeiteten Kennzeichnungspflicht für Autoreifen müssen deren Eigenschaften in puncto Effizienz, Geräuschentwicklung und Haftung bei Nässe nun deutlich ausgewiesen werden. Eine Skala, die an die Effizienz von Haushalts-Elektrogeräten erinnert, zeigt Werte von A bis E, die dem Kunden auf den ersten Blick mehr Informationen über die Bereifung geben. Außerdem gibt es zusätzliche Symbole, die anzeigen, ob der Reifen für Schnee und/oder Eis geeignet ist.

Eine Umfrage des Herstellers Apollo Vredestein zeigt nun, dass sich zuvor nicht einmal ein Drittel (29 Prozent) der deutschen Kunden ausreichend über die ausgewiesenen Werte informiert fühlt. 88 Prozent der Käufer glaubt laut der Studie, dass mehr Informationen zu den Themen ihre Kaufentscheidung beeinflusst hätten. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar 93 Prozent.

Neues Gesetz gilt für Reifen- und Autohändler

Dass sich die Kennzeichnungspflicht geändert hat, wussten zudem 64 Prozent der befragten Autofahrer überhaupt nicht. Informierter zeigten sich besonders die jüngeren Fahrer. 53 Prozent der 18- bis 24-Jährigen wussten, dass sich die Kennzeichnung ändert, bei den 55- bis 64-Jährigen waren es nur 16 Prozent.

Kennzeichnungspflicht bei Autoreifen: Beispiel eines Vredestein-Labels.(Bild:  Auto-Medienportal.Net/Vredestein)
Kennzeichnungspflicht bei Autoreifen: Beispiel eines Vredestein-Labels.
(Bild: Auto-Medienportal.Net/Vredestein)

„Wenn man davon ausgeht, dass die Reifen bis zu 20 Prozent der CO2-Emissionen eines Pkw im Jahr ausmachen, können die Kunden durch fundierte Entscheidungen einen echten Unterschied bewirken“, kommentiert Yves Pouliquen, Sales and Marketing Director Europe bei Apollo Vredestein, das Ergebnis. Die Reifenkennwerte würden von Autobesitzern sehr geschätzt.

Weil Reifen bis zu 20 Prozent der CO2-Emissionen eines Pkw verursachen, haben Käufer durch die neue Kennzeichnungspflicht mehr Kontrolle über ihren ökologischen Fußabdruck – auch das ein derzeit nicht zu unterschätzendes Verkaufsargument.

Neben drei Skalen für Effizienz, Verzögerung und weiteren technischen Werten trägt das Label einen QR-Code, durch den die Kunden die Parameter in einer unabhängigen Onlinedatenbank kontrollieren können. Die „European Product Registry for Energy Labeling“ (Eprel) liefert transparente Informationen zu den Reifen.

Die Reifenkennzeichnung und das Produktinformationsblatt müssen in Papierform zur Verfügung stehen. So können potenzielle Käufer die Informationen mitnehmen. Reifen- sowohl als auch Autohändler müssen ihre Kunden beim Kauf über die technischen Daten der Reifen, die in neue Fahrzeuge eingebaut sind, informieren.

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