Lackiertipp: Untergrundvorbehandlung

Saubere Untergründe helfen, Lackfehlstellen zu vermeiden

| Autor: Holger Schweitzer

Ein Untergrund, der ohne Fehlstellen vorbehandelt wird, ist der Schlüssel zu einem sauberen Lackaufbau und einem glänzenden Reparaturergebnis.
Ein Untergrund, der ohne Fehlstellen vorbehandelt wird, ist der Schlüssel zu einem sauberen Lackaufbau und einem glänzenden Reparaturergebnis. (Bild: Spies Hecker)

Stahl, Aluminium und Kunststoff: Untergrund ist nicht gleich Untergrund beim Lackieren. Bilden sich bei der Untergrundvorbereitung etwa Fehlstellen, können aufwendige Nacharbeiten erforderlich sein. Um dies zu vermeiden, sollten Lackierer einige wichtige Punkte beachten, wenn sie die Oberflächen für die Lackierung vorbereiten. Spies-Hecker-Trainingsleiter Jörg Sandner weiß, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt, und gibt wichtige Tipps, damit der Untergrund die optimale Basis für das Auftragen des Lacks bietet.

Vor dem Füllerauftrag sollte der Fachmann sich informieren, welche Untergrundvorbehandlung das Material erfordert.
Vor dem Füllerauftrag sollte der Fachmann sich informieren, welche Untergrundvorbehandlung das Material erfordert. (Bild: Spies Hecker)

Die Schleifscheibe macht’s

So ist es laut Sandner zunächst wichtig, das Material unter dem Lack korrekt zu bestimmen. Hier sollten Lackierer beispielsweise darauf achten, auf das Untergrundmaterial abgestimmte Produkte zu verwenden. „Von der korrekten Bestimmung des Untergrunds hängt die Wahl des geeigneten Schleifmittels und dessen Körnung ab“, erklärt der Experte.

Sind sich Anwender unsicher, welche Scheibe zu welchem Untergrund passt, können sie dies beispielsweise über die Systeminformationen von Spies Hecker in Erfahrung bringen.

Ist der Untergrund fachgerecht vorbereitet, muss laut Sandner die Oberfläche gründlich gereinigt werden. Auch hier komme es auf den richtigen Reiniger an.

Damit allein sei es jedoch noch nicht getan: Sandner rät, den Vorbereitungsplatz mit eine Filtereinheit auszustatten, um eine technisch saubere Druckluft zu gewährleisten. „So kann der Anwender sauber arbeiten und Einschlüsse im Lack vermeiden“, so der Experte.

Grundierung prüfen

In einem letzten Schritt folgt die Grundierung. Sandners Rat: „Der Lackierer sollte in jedem Fall die Hinweise der anwendungstechnischen Informationen (ATI) zur Vorbehandlung der Untergründe beachten.“ Auch hier unterstützt der Kölner Lackhersteller die Anwender mit den erforderlichen Informationen zu Spachtel, Primer und Füllerauftrag.

Lackierer, die sich zu diesem Thema weiterbilden wollen, können dies zum Beispiel über das Kursangebot der sogenannten Lackakademie von Spies Hecker tun. Hier erklären Experten, welche Auftrags- und Verarbeitungswerkzeuge geeignet sind und wie einzelne Produkte anzuwenden sind.

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